„Das Wort Garantie hat im Marketing nichts verloren“

Während Jochen Koch sich im 1. Teil des Interviews unter anderem dazu äußert, warum Online-Marketing auch für kleine Unternehmen so wichtig ist, schildert der 45-Jährige im 2. Teil, woran man ein faires Preis-Leistungsverhältnis erkennt und was man in Sachen Online-Marketing tun und lieber unterlassen sollte!

Frage: Wie sieht ein faires Verhältnis aus Ihrer Praxis aus – zwischen Preis, Leistung und realistischem Nutzen aus?

Jochen Koch: Ich kann hier natürlich nur für mich sprechen. Sicherlich gibt es andere Herangehensweisen bei der Preisfindung. Ich selbst habe einen für mich definierten Stundensatz, den ich mit dem geschätzten Aufwand multipliziere und dann noch eine Gewinnmarge bzw. Know-how-Vergütung aufschlage.

Anschließend folgt die Gegenprobe mittels Realitätscheck gemischt mit etwas Bauchgefühl: Wäre ein Unternehmen aus meiner Zielgruppe bereit, diesen Preis zu zahlen? Kann es sich das überhaupt leisten? Wie groß ist der Nutzen aus meiner Leistung für das Unternehmen? Was spart sich der Kunde dadurch?

Nennen Sie mir bitte ein Beispiel!

Jochen Koch: Für die Einrichtung bzw. Schulung und Optimierung eines Google-Unternehmenseintrags berechne ich 199 Euro. Da stecken meist 1 bis 1,5 Stunden drin. Der Rest ist oben genannter Aufschlag.

Kürzlich habe ich die Rechnung eines Marktbegleiters zu sehen bekommen: 1.500 EUR für die gleiche Leistung. Sie war im Detail aufgeführt und deckungsgleich mit meiner. Jetzt kann man natürlich sagen, ich wäre einfach nur ein schlechter Verkäufer. Aber für mich spielen wirtschaftliche Betrachtungen für Verkäufer und Käufer eine Rolle – und bestimmte ethische Grundsätze, denen ich folge.

Mein Tipp daher an jeden Unternehmer: Wichtiger als ein zweites Angebot einzuholen, ist es, sich eine zweite Meinung einzuholen, zum Beispiel von Unternehmerkolleginnen und -kollegen.

Jeder Kunde will freilich den größten Benefit aus einer Marketingkampagne ziehen! Ist es in diesem Zusammenhang sinnvoll, Garantien im Marketing abzugeben?

Jochen Koch:
Wie schon gesagt hat das Wort Garantie im Marketing nichts verloren. Denn was bei einem Kunden funktioniert, muss beim nächsten nicht zwangsläufig auch funktionieren. Es spielen so viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Beim Social Recruiting sind das unter anderem der Grad des Fachkräftemangels in der Branche bzw. dem Gewerk, die Attraktivität des Unternehmens, wie etwa Größe, Benefits, Außendarstellung, sein Standort und natürlich auch dessen Ruf in der Region.

Ich weise meine Kunden auf diesen Sachverhalt stets hin und sage explizit, dass ich ihnen nichts garantiere, außer dass ich mein Bestes geben werde, die Kampagne erfolgreich zu machen. Diese Ehrlichkeit zahlt sich aus: Sie schafft Vertrauen und erzeugt keine falsche Erwartungshaltung.

Zu guter Letzt: Was sind Ihre persönlichen 3 „Do´s“ und „Do not´s“ im Online-Marketing….

Jochen Koch: Ich beginne mit den Don’ts: Der 1. Fehler: Der Glaube, dass man kein Online-Marketing braucht: Man erfährt zwar oft, wenn ein Geschäft dank Marketing zustande kam. Man erfährt aber nahezu nie, wenn ein Geschäft wegen fehlenden Marketings nicht zustande kam.

Der 2. Fehler: Man sollte nicht versuchen, alles selbst zu machen: Online-Marketing ist ein extrem weites Feld. Dazu gehören Social Media organisch, Social Media Ads, Google Ads, SEO, Google-Unternehmenseintrag, Website, Blogbeiträge, E-Mail-Marketing. Es ist selbst für die meisten Online-Marketing-Agenturen und vor allem für selbstständige Online-Marketer wie mich völlig unrealistisch, alles zu können. Wie sollte das ein Unternehmen, das einen ganz anderen Geschäftszweck hat, auch nur ansatzweise beherrschen können?

Drittens: Dienstleistern von Anfang an blind zu vertrauen! Entweder Referenzen und/oder zweite Meinung und/oder Alternativangebote einholen. Oder „klein“ starten, d.h. kleine Leistung für kleines Geld. Und wenn die Zusammenarbeit klappt und die Ergebnisse stimmen, die Geschäftsbeziehung ausbauen.

„Ich empfehle stets einen Wettbewerbsvergleich!“

Dann kommen wir zu den „Do´s“, also den Geboten…

Jochen Koch: Ich empfehle stets einen Wettbewerbsvergleich: Was machen meine direkten Wettbewerber? Kann ich mir von ihnen was abschauen? Kann ich sogar in Erfahrung bringen, was funktioniert und was nicht? Viele Handwerker sind beispielsweise gut vernetzt und sehen sich nicht zwingend als Konkurrenten. Auch in einem Unternehmernetzwerk, wie zum Beispiel BNI, kann man sich direkt untereinander austauschen.

Hierzu ein Tipp: In der Meta Werbebibliothek (www.facebook.com/ads/library) kann man sich alle weltweit aktiven Werbeanzeigen auf Facebook/Instagram anschauen.

Mein zweites Gebot: Marketing-Knowhow aufbauen: Man muss nicht alles selbst können und machen, aber man sollte sich ein wenig weiterentwickeln im Bereich Marketing – gerne mit dem Dienstleister gemeinsam. Das persönliche LinkedIn-Profil pflegen, den Google-Eintrag einmal pro Monat aktualisieren, Blogbeiträge schreiben, Social-Media-Posts und -Stories erstellen.

In der Summe ist das ein riesiger Brocken. Aber eine dieser Aufgaben bekommt jeder Unternehmer hin bzw. kann es an einen Mitarbeiter delegieren, wenn der Wille da ist. Leider höre ich zu oft: „Damit kenne ich mich nicht aus, das verstehe ich nicht, das ist nicht meine Welt.“ Das kann dann teuer werden …

Ihr drittes Gebot….

Jochen Koch: …. Feedback sammeln! Wie ist der neue Kunde auf mich aufmerksam geworden? Warum hat er sich für mich entschieden? Hat mein Bestandskunde den letzten Newsletter gelesen? Das muss nicht alles mit Analyse-Tools ausgewertet werden. Solche Fragen können ganz einfach in den alltäglichen Kundendialog mit aufgenommen werden und eröffnen interessante Einblicke in die Funktionsweise und Wirksamkeit des eigenen Marketings.

Vielen Dank für Ihre Expertise, Herr Koch!

Jochen Koch: Zwei Bonustipps habe ich noch: Sammeln Sie aktiv Google-Bewertungen, indem Sie den dafür vorgesehenen Direktlink aus Ihrem Google-Eintrag an Kunden persönlich verschicken! Und: Nutzen Sie Ihren persönlichen WhatsApp-Status (und bitten Sie auch Ihre Mitarbeiter darum) für Angebote und Stellenanzeigen. Warum? Über WhatsApp erreichen Sie nahezu nur (lau)warme Kontakte. Und das Ganze ist kostenlos.

Die Fragen stellte Stefan Beck

Kitzingen, 31. Juli 2026

Weitere Infos zur Expertise von Jochen Koch finden Sie auf seiner Webseite unter www.jochenkoch.de

Foto oben (von Jochen Koch): Veronika Schweiger

„Kunden vergleichen mehr denn je anhand von Bewertungen“

Jochen Koch ist seit 2020 selbstständig und Experte für Social Recruiting, also für die Mitarbeitergewinnung über bezahlte Werbung. Der 45-Jährige hat seine Firma in Langensendelbach (Lkr. Forchheim). Im 1. Teil des Interviews äußert er sich dazu, worauf es ankommt, wenn Online-Marketing erfolgreich sein soll und wie man „schwarze Schafe“ in der Branche leichter erkennt.

Frage: Herr Koch, ich höre immer wieder: Herr Beck, wir sind für Medienarbeit doch viel zu klein und können uns Pressemitteilungen, Fachbeiträge und Pressekonferenzen nicht wirklich bei uns vorstellen. Erleben auch Sie solche Meinungen von Firmen, die angeblich zu klein sind für Online-Marketing?

Jochen Koch: Ja, das kommt durchaus vor und hat verschiedene Gründe. Manche Unternehmen laufen „einfach so“, zum Beispiel Friseurläden oder Steuerkanzleien, weil der Bedarf wiederkehrend gesichert ist oder die Nachfrage größer ist als das Angebot. Es gibt aber auch solche, die es sich nicht zutrauen, die Notwendigkeit anzweifeln oder sich tatsächlich nicht vorstellen können, dass das auch bei ihnen funktionieren könnte.

Warum sollte Online-Marketing heute auch für kleine und regionale Unternehmen unverzichtbar sein? Nennen Sie mir 3 Argumente!

Jochen Koch: Nicht auch, sondern gerade für solche Unternehmen ist Online-Marketing unverzichtbar.

Warum?
Jochen Koch: Menschen vertrauen auf das, was sie kennen. Dazu gehören ihre Region und die Menschen, die dort leben: Bleiben wir bei meiner Branche. Welcher Online-Agentur würden Sie spontan eher vertrauen? Derjenigen, die mit einer Berliner, Münchner oder Kölner Nummer anruft? Oder derjenigen, die aus dem gleichen Landkreis oder Bezirk kommt und am Telefon auf ein Unternehmen aus Ihrer Nachbarschaft als Referenz verweist?

Der regionale Bezug zum Kunden ist für mich durchaus ein Argument. Doch heutzutage ist das wohl nicht entscheidend…

Jochen Koch: Ja. Und da kommen wir zum nächsten Argument: Kunden vergleichen mehr denn je anhand von Bewertungen. Egal ob Gastro, Einzelhandel oder Dienstleister – potenzielle Kunden lesen zunächst mal Bewertungen auf Google und Bewertungsplattformen. Dies gilt für B2C wie auch für B2B. Und wenn jemand regional sucht, spuckt Google dem User die besten Ergebnisse aus. Diese werden ermittelt anhand von Relevanz (Passgenauigkeit zur Suchanfrage), Entfernung und Bekanntheit (Web-Präsenz, SEO-Position und Google-Bewertungen).

Stichwort Bewertungen. Das kann ja Fluch und Segen sein, gerade im Netz….!

Jochen Koch: In der Tat! Social Media kann Vertrauen schaffen – oder auch zerstören! Mal ein Gedankenexperiment: Sie sehen beim Durchscrollen auf Social Media eine Jobanzeige eines in Ihrer Region ansässigen Unternehmens. Die Stelle interessiert Sie. Aber bevor Sie dem Link zur Bewerberseite folgen, klicken Sie auf das Profilbild, um sich den Unternehmens-Account anzusehen. Dort sehen Sie … nichts. Keine Beiträge. Nur ein leerer Account, der zum Zweck des Schaltens von Werbung erstellt wurde.

Welchen Unterschied würde es für Sie als potenziellen Bewerber machen, wenn Sie auf dem Account Beiträge finden, in denen Mitarbeiter vorgestellt, die Räumlichkeiten gezeigt, ein erfolgreiches Projekt präsentiert oder von der letzten Firmenfeier berichtet wird…?

…das ist einleuchtend! „Schwarze Schafe“ gibt es in der Praxis in jeder Branche! Woran erkennt man fragwürdige Online-Marketing-Angebote?

Jochen Koch: Hier möchte ich nur mal zwei Beispiele nennen: Für mich ist eine – wie man neudeutsch sagt – Red Flag, wenn das Wort Garantie fällt. Im Marketing gibt es keine Garantie, was den Erfolg einer Kampagne angeht. Hören Sie das, laufen Sie weg – oder legen Sie auf!

Oft wird man auch im Rahmen einer Kaltakquise telefonisch oder auf LinkedIn kontaktiert. Das Versprechen lautet dann oftmals wie folgt: „Wir zeigen Ihnen, wie Sie ohne Kaltakquise laufend neue Kunden gewinnen.“ Stellen Sie sofort die Gegenfrage: „Warum nutzen Sie dann selbst Kaltakquise?“ Wieder so eine Situation, in der man sofort „weglaufen“ sollte.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Die Fragen an Jochen Koch stellte Stefan Beck.

Stefan Beck, Kitzingen, 23. Juli 2026

Im 2. Teil des Interviews äußert sich Jochen Koch nächste Woche dazu, wie ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis aussieht! Und er gibt weitere Tipps, was man in Sachen Online-Marketing tun und lieber unterlassen sollte!

Zur Person: Jochen Koch wurde 1980 geboren. Sein Steckenpferd ist das Social Recruiting, also die Mitarbeitergewinnung über bezahlte Werbung auf Social Media. Dazu noch die Einrichtung und Schulung der Kunden bei Google Unternehmenseinträgen und Löschung negativer Bewertungen.

Sein zweites Standbein (ca. 10 % seines Jahresumsatzes) stammt aus dem Bereich des Affiliate Marketing: Als „WechselWiesel“ (wechselwiesel.de) spart er inzwischen für über 300 Kunden jedes Jahr bares Geld durch den automatischen Strom- und Gasanbieterwechsel. Mehr Infos zu seinem Hauptjob finden Sie unter www.jochenkoch.de

Foto oben (von Jochen Koch): Veronika Schweiger

KI-generierte Pressemitteilungen: Wie stehen Redaktionen dazu?

Viele Unternehmen, Agenturen und Kommunikationsabteilungen nutzen Künstliche Intelligenz inzwischen unterstützend in der Medienarbeit – etwa, um Pressemitteilungen zu strukturieren, Formulierungen zu verbessern oder Textvarianten zu erstellen.

Doch wie sehen das eigentlich Redaktionen? Ist es für Journalisten und Journalistinnen wichtig, ob eine Pressemitteilung von einem Menschen geschrieben oder mithilfe von KI erstellt wurde?

Diese Frage war Teil einer Mini-Umfrage, die wir von Pressebeck im Mai 2026 unter lokalen Medien, Online-Medien, Fachmagazinen sowie Rundfunk- und TV-Redaktionen durchführten. 13 Redaktionen nahmen daran teil. Die Rückmeldungen sind für uns sehr aufschlussreich.

Ein zentrales Ergebnis: Ob eine Pressemitteilung mit KI erstellt wurde, ist für viele Redaktionen nicht automatisch entscheidend. Wichtiger ist, ob der Text fachlich korrekt, überprüfbar, relevant und für die jeweilige Redaktion brauchbar ist.

Die Antworten reichten von „völlig unwichtig“ bis hin zu deutlich kritischeren Einschätzungen. Mehrere Redaktionen machten aber deutlich: Wenn ein Text gut geprüft wurde, klare Fakten enthält und einen echten Nachrichtenwert bietet, ist die Art der Texterstellung eher zweitrangig.


Problem: Ein KI-Text wirkt professionell, wird aber nicht ausreichend geprüft

Anders formuliert: Nicht KI selbst ist das Problem. Problematisch wird es dann, wenn ein Text zwar professionell klingt, inhaltlich aber ungenau, übertrieben oder nicht ausreichend geprüft ist.

Genau hier liegt aus Sicht vieler Redaktionen das Risiko. KI kann Texte flüssig und überzeugend formulieren. Das heißt aber noch nicht, dass die Inhalte stimmen. Kritisch gesehen werden deshalb unter anderem falsche Fakten, fehlende oder unklare Quellen, werbliche Sprache sowie Aussagen, die wie journalistische Einordnung klingen, obwohl sie vom Absender stammen.

Auch die Frage, wie häufig Redaktionen bereits KI-generierte Pressemitteilungen erhalten, lässt sich kaum eindeutig beantworten. Viele solcher Texte sind nicht gekennzeichnet. Einige Redaktionen erkennen bislang keine eindeutig KI-generierten Pressemitteilungen, andere gehen davon aus, dass KI bereits regelmäßig im Hintergrund eingesetzt wird.

Beim Prüfaufwand gehen die Einschätzungen auseinander. Einige Redaktionen sagen, dass jede Pressemitteilung ohnehin geprüft wird – egal, ob mit oder ohne KI. Andere weisen darauf hin, dass KI-Texte zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern können, weil Fehler nicht immer sofort erkennbar sind.

Unser Fazit aus der Umfrage: KI-generierte Pressemitteilungen sind für Redaktionen kein automatisches Ausschlusskriterium. Entscheidend bleibt die Qualität des Inhalts.

Eine gute Pressemitteilung braucht weiterhin klare Fakten, nachvollziehbare Informationen, einen konkreten Anlass, passende Ansprechpartner und journalistisches Gespür. KI kann dabei unterstützen. Sie ersetzt aber nicht die sorgfältige Prüfung, die fachliche Einordnung und das Verständnis dafür, welche Themen für Redaktionen und deren Leser, Hörer oder Zuschauer wirklich interessant sind.

Für die Medienarbeit bedeutet das: Wer KI nutzt, sollte sie als Werkzeug verstehen – nicht als Ersatz für seriöse Kommunikation.

Zita Avak, 25. Juni 2026

„Man-Trailer“: Eine günstige Witterung lässt eine Geruchsspur länger finden

Am 1. Januar 2026 waren laut einem Sprecher des BKA in Wiesbaden rund 9.100 Fälle vermisster Personen in Deutschland registriert. In dieser Zahl sind sowohl Fälle enthalten, die sich innerhalb weniger Tage aufklären, als auch über viele Jahre/Jahrzehnte Vermisste, deren Aufenthaltsort/Verbleib nicht festgestellt werden konnte. Erfahrungsgemäß erledigen sich etwa 50 % der Vermissten-Fälle innerhalb der ersten Woche. Binnen Monatsfrist liegt die „Erledigungs-Quote“ bereits bei über 80%. Der Anteil der Personen, die länger als ein Jahr vermisst werden, bewegt sich bei nur etwa 3 %.

In manchen Fällen werden sogenannte „Man-Trailer“ eingesetzt, um vermisste Menschen zu finden. Aus beruflichen Gründen und privatem Interesse stellte ich, Stefan Beck, kürzlich Matthias Barsch vom Polizeipräsidium Unterfranken ein paar Fragen, um mehr zum Einsatz von Spürhunden zu erfahren. Diese beantwortete der Polizist schriftlich.

Frage: Seit wann nutzt die Polizei Unterfranken den Spürsinn von Hunden, um verschollene Menschen zu finden?

Matthias Barsch: Im Polizeipräsidium Unterfranken haben wir mit dem Personenspürhund („PSH“) „Krabat“ im Jahr 2012 den ersten Diensthund in den Einsatz gebracht, der anhand von Individualgerüchen eine Person verfolgen kann. Zuvor konnten die Diensthunde lediglich über eine Fährtenarbeit (Verletzung der gewachsenen Bodenstruktur wie Wiese und ähnliches) oder über die Stöberarbeit (der Hund bekommt menschliche Witterung in seiner Umgebung in die Nase) zur Suche nach Personen eingesetzt werden.

Wie werden Hunde auf ihren Einsatz als „Man-Trailer“ vorbereitet?

Matthias Barsch: Die Ausbildung erfolgt vom Ankauf des Diensthundes (meist im Welpenalter) schrittweise mit Steigerung des Schwierigkeitsgrades. Der Diensthund wird zunächst über positive Konditionierung dazu gebracht, den Menschen zu suchen, dessen Geruch er zuvor präsentiert bekommt. Im Laufe der Ausbildung werden die Schwierigkeitsgrade wie Suchstrecke, das Alter der Spur, die äußeren Umwelteinflüsse und ähnliches immer weiter gesteigert, bis diese in einer Prüfung bewertet werden. Im Anschluss kann der Diensthund im Echteinsatz verwendet werden.

Welchen Nutzen hat die Polizei ganz konkret beim Einsatz von Man-Trailern?

Matthias Barsch: Im günstigsten Fall findet das Team Diensthundeführer und Diensthund die gesuchte Person. In den meisten Fällen jedoch können die Diensthunde Hinweise über eine Laufrichtung geben, so dass weitere Maßnahmen darauf gestützt werden können. Hier ist nicht nur die Suche nach Vermissten zu nennen, sondern auch Suchmaßnahmen im Fall einer Straftat, also die Suche nach einem Straftäter. Anhand des so rekonstruierten Streckenverlaufes können Hinweise auf die Fluchtrichtung, eventuelle Zuwendungsorte gewonnen werden, auch das Auffinden von entsorgten Beweismitteln auf der Spur kann den ermittelnden Sachbearbeitern im Verfahren weiterhelfen.

Gab es mal einen besonders kuriosen Fall, an den Sie sich noch heute erinnern?

Matthias Barsch: Im Fall des als Terrorakt einzustufenden versuchten Tötungsdeliktes vom 18. Juli 2016 in Heidingsfeld, bei dem der Tatverdächtige mehrere Personen mit einem Messer und einer Axt in einem Zug teilweise schwer verletzt hatte, bekamen wir am nächsten Tag den Auftrag, den Fluchtweg des Tatverdächtigen zu rekonstruieren. Die Maßnahme sollte unter anderem dazu führen, das verschwundene Mobiltelefon des Tatverdächtigen aufzufinden. Mit mehreren Teams von Diensthundeführern mit ihren Personenspürhunden konnten wir den Fluchtweg recht genau ausarbeiten, auf dem Suchverlauf konnten wir auch das Mobiltelefon auffinden. Dadurch konnten die Hintergründe der Tat ermittelt und somit von den Kollegen besser beleuchtet werden

Wie kann es sein, dass Hunde im Einsatz als Man-Trailer auch nach mehreren Tagen „des Verschwundenseins“ einer Person „auf die Spur“ kommen können?

Matthias Barsch: Die Schwierigkeit bei der Ausarbeitung einer Spur liegt unter anderem darin, wie lange sich die von einer Person abgesonderten Geruchspartikel in der Umgebung halten können. Dies ist sehr individuell und von Fall zu Fall unterschiedlich. So kann zum Beispiel Wind, Regen oder extreme Hitze eine Geruchsspur in sehr schneller Zeit so verändern oder vernichten, dass für den Diensthund keine Spur mehr auffindbar ist. Im umgekehrten Fall kann eine günstige Witterungslage eine Geruchsspur jedoch länger auffindbar machen. Eine generelle Aussage über eine Haltbarkeit der Spur kann somit nur sehr schwer vorgenommen werden.

Vielen Dank für das Interview!

Zur Person: Matthias Barsch ist Beauftragter für das Diensthundewesen im Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg. Der 59-Jährige ist Ausbilder im Bereich Schutzhund, Rauschgiftspürhund, Personenspürhund. Zudem ist er Prüfer im Diensthundewesen Schutzhund und Personenspürhund. Im Privatbereich ist Matthias Barsch Sachverständiger für das Hundewesen (öffentlich bestellt und vereidigt). Im Dezember 2026 geht er in Ruhestand.

Bild oben: Matthias Barsch (Polizeipräsidium Unterfranken)

Stefan Beck, Kitzingen, 29. Mai 2026

Florian Kohl: „Datensouveränität wird zunehmend zu einem Geschäftsvorteil“

Florian Kohl ist Inhaber des Revista Verlags e.K. in Schweinfurt. Seit mehr als 50 Jahren produziert der Familienbetrieb Gemeindeblätter in den Landkreisen Schweinfurt und Bad Kissingen und verantwortet dabei unter anderem das Layout, den Druck und den Vertrieb. Zudem betreibt man das Online-Portal www.revista.de, das über das Geschehen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport im Landkreis Schweinfurt und darüber hinaus berichtet. Seit 2026 hat der Verlag eine KI-gestützte Software entwickelt, welche Printanzeigen auf ihre optische und inhaltliche Wirksamkeit überprüft. Welche Vorteile Firmen dadurch bei der Anzeigengestaltung erhalten und was „AdRay“ alles kann, dazu äußert er sich im Interview!

Frage: Herr Kohl, was hat Sie dazu bewogen, eine KI-gestützte Software namens „Adray“ zu entwickeln? Was war Ihr „persönlicher Antreiber“?

Florian Kohl: Oft werden Layouts in Unternehmen nur nach persönlichem Geschmack beurteilt, obwohl sich der Erfolg einer Printanzeige in Bruchteilen von Sekunden entscheidet. Mein persönlicher Antreiber war es, dieses bloße Bauchgefühl in Richtung echter evidenzbasierter Entscheidungen zu verschieben.

Welche konkreten Vorteile bringt die Software Ihrem Kunden?

Florian Kohl: AdRay analysiert Printanzeigen objektiv auf einer Skala von 0 bis 10 und bewertet dabei gezielt Kriterien wie Markenerkennung, Platzierung der Handlungsaufforderung sowie die Text-Bild-Balance. Der Kunde erhält durch AdRay konkrete, einfach umsetzbare, datenbasierte Hinweise zur Wirkungssteigerung seiner Anzeige.

„Unser Prinzip lautet generell, nur so viele Daten wie nötig und so wenige wie möglich zu erheben“

Haben Sie ein aktuelles „erfolgreiches“ Beispiel dafür?

Florian Kohl: Einen spezifischen Kunden darf ich nicht nennen, aber die ersten Kunden, die unser Tool einsetzen, haben nach der Überarbeitung ihrer Anzeige schon erste messbare Erfolge erzielen können. AdRay gibt nach der Analyse konkrete Tipps bis hin zu konkreten Textvorschlägen für die Anzeigenumgestaltung an die Hand.

Sie sagten kürzlich, dass es Ihnen persönlich auch um „Datensouveränität“ geht. Ad-Ray ist offenbar hierfür ein ideales Instrument, die Daten bleiben in Ihrem Verlag – und gehen nicht an US-amerikanische oder andere Konzerne. Planen Sie weitere firmeneigene Instrumente dieser Art in Zukunft?

Florian Kohl: Datensouveränität wird meiner Meinung nach zunehmend zu einem Geschäftsvorteil: Wir verlassen uns nicht mehr auf Standardlösungen großer US-Cloud-Anbieter, sondern setzen konsequent auf europäische Infrastruktur und Open-Source-Software. Unser Prinzip lautet generell, nur so viele Daten wie nötig und so wenige wie möglich zu erheben. Aktuell arbeiten wir weiter an neuen Features für unsere REVISTA App.

KI erleichtert die Analyse von Layouts enorm, sie kann aber den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen“

Sie vertreten ja die Ansicht: KI ist weder ein Job-Killer noch ein Allheilmittel. Warum sind Sie sich hier so sicher? Nennen Sie mir bitte ein Beispiel!


Florian Kohl: Ich betrachte Künstliche Intelligenz weder als Heilsversprechen noch als Bedrohung, sondern als „Möglichkeiten-Multiplizierer“. Am Beispiel von AdRay zeigt sich das deutlich: Die KI erleichtert die Analyse von Layouts enorm und macht sie objektiv(er), sie kann aber den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen. Wer Technologie sinnvoll einsetzen will, muss die „Black-Box-Natur“ von generativer KI verstehen und wissen, wo ihre Grenzen liegen.

Glauben Sie, dass das auch in 2 Jahren so ist?

Florian Kohl: Auch in den kommenden Jahren wird die Notwendigkeit bestehen bleiben, technologische Werkzeuge zu verstehen und ihre Grenzen realistisch einzuschätzen. Unser Ziel bei REVISTA ist es, täglich ein bisschen besser zu werden. Die wirklichen Herausforderungen der Zukunft sehe ich weniger in der Technik, sondern vielmehr im gesellschaftlichen Umgang miteinander und in der Bekämpfung von Politikverdrossenheit.

Das überrascht mich nun doch! Warum gerade gesellschaftlicher Umgang und Politikverdrossenheit?

Florian Kohl: Ich stelle zunehmend fest, wie im persönlichen Umgang miteinander der Trend zu einem knapperen Umgangston – der um die Coronazeit Einzug gehalten hat – oder die teilweise fast herablassende Art im Umgangston durch die aktuellen Krisen weiter verschärft wird. Jeder schaut nur noch auf sich!

Gerade im Gegenteil – also besserer Umgang miteinander! – liegt aber, so glaube ich, zumindest, die Möglichkeit, Krisen und Probleme zu lösen. Da kommen wir zur Politikverdrossenheit: Man muss auch mal andere Meinungen aushalten können, ohne denjenigen oder diejenige, die ihre Meinung vertritt, direkt persönlich anzugreifen. Wir verlieren immer mehr den Diskurs aus dem Blick und die Graustufen zwischen schwarz und weiß. Zum anderen lösen wir Probleme schlichtweg nur gemeinsam.

Noch ein paar wissenswerte Sätze zu Ihrem Verlag!

Florian Kohl: REVISTA bringt als Familienbetrieb technisches Sachverständnis mit regionaler Verwurzelung in Schweinfurt zusammen. Dabei kommt die Nachhaltigkeit beim Umgang mit Ressourcen nicht zu kurz. Wir sind, wie man so schön neudeutsch sagt, ein Full-Service-Provider für Kommunen und drucken jede Woche exakt nur die Stückzahl an Amtsblättern, die auch wirklich gebraucht wird. Auf unserem Dach haben wir eine Solaranlage, wir beziehen grünen Strom, wir schauen beim Papier auf nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Eine sehr akute geschäftliche Herausforderung ist für uns, dass sämtliche Papiergroßhändler Preiserhöhungen angekündigt haben.

Vielen Dank für das Interview, Herr Kohl!

Die Fragen stellte Stefan Beck

Kitzingen, 4. Mai 2026

Hinweis: Interessierte Unternehmen und Agenturen können sich unter www.adray.io ab sofort auf der Warteliste für den AdRay-Anzeigen-Check registrieren.

Bildunterzeile: Der 46-Jährige leitet seit 2008 den Betrieb in Schweinfurt.
Foto oben von Florian Kohl: Ralph Pache



Gut organisierte Pressekonferenz weckt großes Interesse der Medien

Sieben Redaktionen inklusive neun Medienvertreter(innen) waren am 11. März zu Gast bei der Pressekonferenz der Richard Köstner Gruppe. Anlass war der Neubau der Firmenzentrale beim Familienunternehmen in Neustadt/Aisch.

Vor der „Corona-Zeit“ waren Pressekonferenzen stets ein gewöhnliches Instrument der Medienarbeit, um Journalisten und Journalistinnen über wichtige Neuigkeiten einer Firma zu informieren. Zu Beginn der 2020er Jahre waren Online-Pressekonferenzen quasi der Ersatz für nicht stattfindende Präsenz-PKs vor Ort. In Vergessenheit geraten sind die „echten“ PKs natürlich nicht.

Wir von Pressebeck organisierten im Februar und März 2026 eine Pressekonferenz (PK) für unseren Kunden, die Richard Köstner Gruppe. 12 Millionen Euro investierte man in das neue Firmengebäude in Neustadt/Aisch, 540 Mitarbeitende beschäftigt das Familienunternehmen derzeit.

Bei der Vorbereitung der PK stellten wir fest, dass das Interesse von Redaktionen dann besonders groß ist, wenn der persönliche Kontakt zwischen Firmenvertreter(innen) und Redaktionen „face-to-face“ gewährleistet ist – idealerweise in einem ruhigen Raum bei entspannter Atmosphäre.

Was haben wir von Pressebeck vor der PK am 11. März gemacht? Zunächst fragten wir in zahlreichen Telefongesprächen Redaktionen nach deren Interesse an einer PK zum Thema Neubau. Schnell stellte sich heraus, dass das Interesse an einer Teilnahme groß war – ebenso an einer Führung durch die neue Firmenzentrale. Sodann boten wir den Redaktionen einen PK-Termin an, versendeten persönliche Einladungen per Mail, verfassten danach eine Pressemitteilung und übergaben diese den Medienvertretern bei der PK vor Ort.

10 redaktionelle Veröffentlichungen innerhalb von 2 Wochen nach der Pressekonferenz

Schon während der PK stellten die eingeladenen Journalisten und Journalistinnen den vier Köstner-Führungskräften viele Fragen zum Neubau, zu den Chancen und Perspektiven, die man sich infolge der neuen Firmenzentrale verspricht! Ausführlich standen die Führungskräfte den Medienvertretern Rede und Antwort – auch in Interviews nach der PK. Danach schloss sich ein ausführlicher Rundgang durch das neue Gebäude an. So wurde den Redakteuren und Redakteurinnen ein persönlicher Eindruck von der neuen Firmenzentrale ermöglicht. Motto: „Ein Familienunternehmen zum Anfassen“!

Was haben wir mithilfe der PK für unseren Kunden erreicht?  Das Echo der Medien war und ist sehr erfreulich: 10 redaktionelle Veröffentlichungen ergaben sich bereits in den ersten 2 Wochen nach der PK über die Richard Köstner Gruppe, weitere redaktionelle Beiträge zum Neubau folgen in den nächsten Wochen! Zugleich lobten die Medienvertreter(innen) uns von Pressebeck für die gute Organisation.

Auf diese Weise haben wir die Richard Köstner Gruppe als Experte für Stahlhandel, Bäder, Garagentore, Werkzeuge, Arbeitssicherheit und andere Geschäftsbereiche ins Gespräch gebracht (mehr Infos unter www.koestner.de).  Zudem haben wir den Neustädter Betrieb als attraktiven Arbeitgeber präsentiert. Die Firma bietet seinen Mitarbeitenden im Neubau auch die Chance zur Entspannung in angenehmer Atmosphäre: Mehrere Sozialräume inkl. Cafeteria befinden sich dort. Zudem gibt es im neuen Gebäude einen Fitness-Center als Mieter – nur ein Katzensprung vom eigenen Arbeitsplatz entfernt.

Stefan Beck

Kitzingen, 26.März 2026

Foto oben: Die Führungsriege der Richard Köstner Gruppe, von links: Gero Gembruch
(Personalleiter), Karl Vogel (Geschäftsführer Fachzentrum), Dr. Norbert Teltschik
(Vorstand Richard Köstner AG), Andreas Heilmann (Geschäftsführer Stahlhandel).
Foto: Manfred Spörl


Unser Jahresrückblick 2025

Es ist seit vielen Jahren Tradition bei Pressebeck: Unser Mitarbeiter Florian Geiger wirft zum Ende des Jahres einen Blick zurück auf die letzten 12 Monate – mit einem wunderbaren Versreim. Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen das Pressebeck-Team!

Beim „Pressebeck“ ist in Versform gute Sitte,
ein Jahresrückblick für Kunden und auch für Dritte.
Wir lassen das Jahr Revue passieren,
ein Blick in die Zukunft wird sich aber auch rentieren.

Die Welt befindet sich ungebrochen in Turbulenzen,
manche brechen das Völkerrecht und verschieben Grenzen.
Die Entwicklung der Wirtschaft kommt einer Wundertüte gleich,
immer weniger Menschen werden extrem reich.

Nichtsdestotrotz dreht sich die Welt immer weiter,
die deutsche Industrie und Firmenlandschaft kennt viele „Fighter“.
Der Herbst der Reformen blieb eher aus zuletzt,
darauf hatten jedoch viele Selbstständige gesetzt.

Wir vom „Pressebeck“ fungieren ebenso als Dienstleister,
wir sind als Profis für Pressearbeit wahre Meister.
Mit vielen Kunden schreiben wir Erfolgsgeschichten,
gerne können wir exemplarisch von einigen berichten.

Sandra Hohmann ist unsere Kundin seit dem vergangenen Jahr,
ihre Rezension auf „Pressebecks“ Homepage ist authentisch und klar.
Über die Grenzen Iphofens ist ihre Massagepraxis nun bekannt,
viele ihrer Kunden fanden die Presseberichte sehr interessant.

Die Kundin spricht von einer „lohnenden Investition“ in Medienarbeit,
dazu sind zahlreiche Partner vom „Pressebeck“ mitunter schon lange bereit.
Die Firma Richard Köstner AG in Neustadt an der Aisch ist unser dienstältester Kunde,
seit zwei Jahrzehnten ist sie durch unsere Pressearbeit in aller Munde.

Eine Kooperation mit uns ist allerdings nie zu spät,
wie ihr es beispielsweise an der Firma Kritzner Metalltechnik GmbH seht.
Das Unternehmen sprang auf unseren „Pressezug“ auf – ganz unvoreingenommen,
seit 2021 hat es durch uns enorm an Bekanntheitsgrad gewonnen.

Als zweiten Kunden aus dem Allgäu durften wir 2025 Andreas Hoffmann begrüßen,
auch ihm wollen wir mit seiner Akademie die „Pressearbeit“ versüßen.
Für den Erfolg eines Unternehmens sind Pressemitteilungen der volle Renner,
Trotz diverser „Zeitenwenden“ kommen alle Experten auf denselben Nenner.

Anlässe für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit gibt es viele,
Kunden- und Arbeitskräftegewinnung sind zwei wichtige Ziele.
Aus dem Hause „Steinmetz GmbH“ kam der beste Azubi unter den Zimmerleuten,
ein idealer Grund, um in einer Pressemitteilung darauf hinzudeuten.

Das Echo war für den Familienbetrieb aus Uffenheim enorm,
die Veröffentlichung in zehn Medien bedeutete für die Firma eine echte Reform.
Die „Paul Müller GmbH“ aus Eisingen feierte Leon Polik als deutschen E-Meister,
wir verbreiteten diese Erfolgsgeschichte vielfältig als Medien-Dienstleister.

Ein Highlight im Jahr 2025 war eine Pressekonferenz durch den „Pressebeck“,
im Haus der Pflege „Kitzinger Land“ fand sie statt, mit Walter Steinbeck.
Die Eröffnung seiner Bilder-Ausstellung war der Grund,
Die Resonanz war überwältigend und kunterbunt.

Zwölf Veröffentlichungen über diverse Medien waren ein krasser „Dutzend-Wumms“,
ebenso viele Neukunden fanden im Jahr 2025 den Weg zu uns.
40 Pressemitteilungen, drei Fach- und 21 Blogbeiträge konzipierte „Pressebeck“ im Jahr,
die Zusammenarbeit mit unseren engagierten Kunden erwies sich erneut als wunderbar.

Walter Steinbecks Ausstellung hieß „Lass Liebe regnen“,
mit diesem Motto möchten wir auch euch begegnen.
Ein schönes und erfolgreiches neues Jahr,
das Team vom „Pressebeck“ ist immer für euch da.

Florian Geiger, 31. Dezember 2025

Bild oben: Florian Geiger – Fotostudio Mondelli

Pressekonferenz am 31. Oktober 2025 anlässlich der Ausstellung von Walter Steinbeck im Haus der Pflege Kitzinger Land in Kitzingen

Großes Interesse an der Pressekonferenz zur Ausstellung mit Walter Steinbeck

Erfreulich groß war das Interesse der Medienvertreter am 31. Oktober: Anlässlich der Eröffnung der Bilder-Ausstellung von Walter Steinbeck aus Fulda im Haus der Pflege „Kitzinger Land“ besuchten sechs Medienvertreterinnen und Vertreter aus Mainfranken das Seniorenheim in Kitzingen-Sickershausen.

14 Redaktionen hatten wir von Pressebeck am vergangen Freitag ins Haus der Pflege „Kitzinger Land“ zur Pressekonferenz eingeladen, sechs Medienschaffende bzw. Redaktionen folgten unserer Einladung: Main-Post Kitzingen, Rathaus Magazin der Stadt Kitzingen, WürzburgRadio aus Veitshöchheim, Nuus.de aus Kitzingen, Mainfranken.news aus Schonungen und Fotograf Franz Ockel aus Werneck. Andere Medien, die nicht an der Ausstellung teilnehmen konnten, aber zuvor Interesse an einer Berichterstattung geäußert hatten, erhielten die Pressemitteilung zur Ausstellung sowie mehrere Bilder – gemacht von Franz Ockel.

Pressekonferenz: Fragerunde zwischen Journalisten sowie Gastgeber und Künstler

Da sich die Medienvertreter nicht alle untereinander kannten, stellte ich, Stefan Beck, als Moderator der Pressekonferenz (PK), die Kolleginnen und Kollegen kurz untereinander vor. Sodann präsentierten sich die Gastgeber Helmut, Ulrike und Amelie Witt und Künstler Walter Steinbeck. Ein zentrales Thema bei der Fragerunde der Journalisten war die Frage nach der Motivation des Familienunternehmens, eine solche Ausstellung auszurichten. Denn für die Witts ist es eine Premiere, gleich 100 Bilder eines Künstlers in den eigenen Räumen auszustellen. Da sowohl Mitarbeitende als auch Dienstleister, Ärzte und Angehörige der Bewohnerinnen und Bewohner sich regelmäßig im Seniorenheim aufhalten, ist das Haus der Pflege täglich ein Begegnungsort. Die Bilderausstellung bietet daher allen Menschen, die dort arbeiten oder wohnen oder Angehörige besuchen, eine willkommene Abwechslung.

Für die Witts ist es selbstredend, dass ein Pflegeheim kein abgeschlossener Ort ist, sondern ein Raum des Austauschs und der Gemeinschaft. Kunst schenkt Freude, inspiriert und verbindet Menschen. Die Ausstellung soll einen Anreiz bilden, gemeinsam die Bilder zu betrachten, ins Gespräch zu kommen und echte Gemeinschaft zu erleben. All das veranlasste den Familienbetrieb, die eigene Räume für eine solche Ausstellung zu öffnen.

Nach der PK präsentierte Walter Steinbeck bei einem Rundgang durch das Erdgeschoss einige seiner Werke und erläuterte dabei, wie seine Bilder entstehen. Manche Redakteure nahmen sich für die Veranstaltung sogar zwei Stunden Zeit und unterhielten sich lange mit den Gastgebern und dem Künstler. Der schöne Nebeneffekt: Das Motto der Ausstellung „Lass Liebe regnen“ ergänzt in idealer Weise den Anspruch des Familienunternehmens: So bringt das Beschäftigungsteam im Haus der Pflege Abwechslung, Geselligkeit und Spaß in die Wohnbereiche.

Am Mittwoch, 12. November veranstaltet Walter Steinbeck einen Malworkshop für die Bewohnerinnen und Bewohner. Auch das war ein Gesprächsthema bei der Pressekonferenz. Das Fazit der PK könnte lauten: Die Medienvertreter erlebten farbenfrohe Kunst sowie ein sympathisches Familienunternehmen und ebenso einen solchen Künstler „zum Anfassen“ – in entspannter Atmosphäre.  

Stefan Beck, 4. November 2025

Bild oben, von links: Walter Steinbeck, Ulrike Witt, Amelie Witt und Helmut Witt sowie Stefan Beck. Foto: Franz Ockel

Viel Vorfreude auf eine Pressekonferenz

Kaum ist der Herbst ins Land gezogen, finden Veranstaltungen und Betriebsfeiern wieder im Gebäude statt. Eine Indoor-Veranstaltung der besonderen Art bereiten wir gerade bei Pressebeck vor: Es geht um eine Pressekonferenz (PK) anlässlich der Bilder-Ausstellung unseres Kunden Walter Steinbeck aus Fulda (www.steinbeck.art). Diese PK findet am 31. Oktober im Haus der Pflege KITZINGERLAND in Kitzingen-Sickershausen um 11 Uhr statt.

13 Redaktionen bzw. Fotografen aus Mainfranken haben wir in den letzten Tagen schriftlich eingeladen zu diesem Event. Etwa 120 Gäste hat die Geschäftsleitung zur Vernissage am selben Tag um 17 Uhr geladen.

Das Besondere an dieser PK im Speziellen und der Ausstellung im Allgemeinen: Für alle Beteiligten ist es eine Premiere! Walter Steinbeck, 71 Jahre alt, Unternehmer aus Fulda und Künstler seit 1974, hat noch nie in einem Seniorenheim seine Werke aus Acryl ausgestellt. Das Unternehmer-Ehepaar Helmut und Ulrike Witt sowie Tochter Amelie haben noch nie Kunstwerke in den eigenen Räumen präsentiert. Und auch wir von Pressebeck betreten Neuland: Nach mehreren PKs bei Einzelhändlern und Dienstleistern ist es – nach 21 Jahren am Markt! – die erste Pressekonferenz in einer Pflegeeinrichtung, die wir organisieren und moderieren – anlässlich einer Bilder-Ausstellung.

Warum eine Ausstellung im Seniorenheim? Das sympathische Familienunternehmen möchte seinen Heimbewohnerinnen und Bewohnern sowie deren Besuchern eine willkommene Abwechslung bieten und lädt daher ab dem 1. November die gesamte Öffentlichkeit ein. Etwa 100 Werke stellt Walter Steinbeck aus. „Wir freuen uns, die Türen für Mitarbeitende, Angehörige und alle Gäste aus der Region zu öffnen und einen Ort der Begegnung zu schaffen“, sagt Helmut Witt. Das Motto der Ausstellung lautet: „Lass Liebe regnen“. Genauso heißt auch der Titel eines der 100 Werke des Fuldaer Künstlers.

Im November lädt Walter Steinbeck zu einem Malworkshop ein. Unter seiner Anleitung dürfen die BewohnerInnen der Einrichtung selbst den Pinsel schwingen, kreativ werden und sich mit Acrylfarben ausprobieren. Die dabei entstandenen Bilder werden anschließend im Wintergarten ausgestellt.

Bilder strahlen Lebensfreude, Zuversicht und Leichtigkeit aus

Walter Steinbeck malt und zeichnet seit über 51 Jahren. Vielen Menschen ist seine Kunst bereits begegnet, oft ohne es bewusst zu wissen – etwa durch die bekannten Schokoladen und Gummibärchen mit lustigen Zeichnungen und aufmunternden Sprüchen (www.shop.steinbeckwelt.de/). Seit 2020 liegt dessen Fokus auf großformatigen Bildern in Acryl auf Leinwand. Entstanden ist dabei die Serie „Birds“: Vögel, die im Haus der Pflege zu sehen sein werden (www.steinbeck.art/).

All das weckt auch das Interesse der Redaktionen an der Pressekonferenz. So haben bereits mehrere Vertreter der schreibenden Zunft mündlich bzw. schriftlich ihre Teilnahme zugesagt.

Fazit: Wieder mal ist es die Kunst, die Menschen miteinander verbindet. Die Vorfreude bei allen Beteiligten auf die PK und die umfangreiche Bilder-Ausstellung ist groß. „Die Bilder strahlen Lebensfreude, Zuversicht und Leichtigkeit aus“, meint Helmut Witt. Die Ausstellung ist geöffnet ab dem 1. November, täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr und läuft bis 30. November. Der Eintritt ist frei. Das Haus der Pflege KITZINGERLAND befindet sich im Marktstefter Weg 4 im Kitzinger Ortsteil Sickershausen.

Auf dem Bild oben sind zu sehen, von links nach rechts: Amelie Witt, Ulrike Witt, Walter Steinbeck, Helmut Witt. Das Foto entstand am 5. September bei der Vernissage von „3 Männer – 3 Leidenschaften“ im Weingut Ilmbacher Hof in Iphofen. Foto: Franz Ockel

Stefan Beck
Kitzingen, 11. Oktober 2025

Webinar mit Herausforderung!

„Anders agieren als andere – Wie Sie mit klassischer Medienarbeit und Storytelling Ihr Unternehmen ins Gespräch bringen“: So lautete der Titel des Webinars, das ich am 10. September für Mitglieder des Bundes der Selbstständigen (BDS Bayern) auf Einladung der BDS-Unternehmerakademie hielt.

Webinar mit Herausforderung? Ja! Anspruchsvoll war die Herausforderung für mich gerade zu Beginn: In 50 Minuten das Wichtigste in einem Webinar zu erklären, ohne dass man seine Gäste sieht und hört – das war für mich als Referent eine neue Erfahrung.

Weil das Webinar aufgezeichnet werden sollte, zugleich aber die Erlaubnis für die Aufzeichnung nicht aller Gäste vorlag, waren die Köpfe der 15 Teilnehmer auf dem Bildschirm vor mir gar nicht zu sehen. Das Motto für mich lautete also: Langsam und klar sprechen, öfter mal eine Pause beim Reden machen und in Gedanken….21,22,23…. sagen, bevor man seinen Vortrag fortsetzt.

Doch spätestens dann, wenn man 10 Minuten spricht und keine Äußerung bzw. mündliche Fragen der Gäste wahrnimmt – anders als bei einem Präsenz-Seminar – wird es kompliziert! Man hofft, dass das Gesagte von den Gästen sowohl akustisch als auch sinngemäß verstanden wird. Es scheint so, als würde man mit dem Auto alleine in einem dunklen Tunnel fahren und nur das Licht der eigenen Scheinwerfer sehen – und sonst nicht viel mehr..

Nach dem Ende des Webinars gab es ein paar Feedbacks der Teilnehmer: Das Wichtigste für mich: Offenbar hatte man das Meiste gut verstanden – die Botschaft des Webinars kam bei meinen Gästen gut rüber!

Wenn man eine wichtige Neuigkeit mitteilen will, welche Redaktionen sollte man am besten ansprechen?

Mehrere Fragen wurden gestellt, zwei davon waren aus meiner Sicht besonders relevant hinsichtlich des Webinar-Inhaltes. Die eine Frage lautete: Wenn man an die Medien herantreten und eine wichtige Neuigkeit mitteilen will, welche Redaktionen sollte man am besten ansprechen?

Dazu gab ich folgende Empfehlung: Die Frage, welche Redaktionen man ansprechen sollte, ist zunächst davon abhängig, welche Zielgruppen er/sie mit seiner Neuigkeit erreichen will!

Ein Beispiel: Wenn Sie sich als Arbeitgeber ins Gespräch bringen wollen, dann ist es sinnvoll, die lokalen Medien im Umkreis von ca. 50 km um den Firmensitz anzusprechen! Dazu zählen freilich neben den Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Monatsmagazinen auch die Online-Medien. Mein Tipp: Jede Stadt / Gemeinde hat einen Presseverteiler. Fragen Sie nach in Ihrer Gemeinde, ob die Pressestelle bzw. das Vorzimmer des Bürgermeisters einen solchen Presseverteiler hat bzw. diesen ihn zusendet.

So wissen Sie, welche Redaktionen vorhanden sind und welche Sie grundsätzlich ansprechen können. Und wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das Medium für Ihre Ziele geeignet ist, dann rufen Sie bei den Redaktionen an und fragen Sie nach, welches Thema den Journalisten interessiert, wenn es um Ihre Firma geht! Im Idealfall schauen Sie in der Redaktion persönlich vorbei und stellen sich vor. Redakteurinnen und Redakteure wollen „Firmeninhaber zum Anfassen“

Wie kommt man an die passenden Ansprechpartner bei den Medien?

Wenn Sie eher Ihre Expertise bekannter machen wollen und keine neuen Mitarbeitende einstellen wollen, dann wenden Sie sich an die Fachmedien. Im Internet gibt es zahlreiche Hinweise auf Fachmedien, die in Ihrer Branche relevant sind.

Eine weitere Frage eines anderen Gastes lautete: Wie kommt man an die passenden Ansprechpartner bei den Medien? Meine Empfehlung lautete: Durch einen Telefonanruf im Verlag oder direkt in der Redaktion! Stellen Sie sich kurz beim Anruf vor und sagen Sie, warum Sie anrufen und um welches Thema es geht. Jeder Redakteur(in) hat sein / ihr Steckenpferd: Mode, Kindergarten, Auto, Sport, Kunst, Garten und anderes. Ein kurzes, erstes Telefongespräch und im Idealfall ein Gespräch vor Ort in der Redaktion kann Sie einen großen Schritt nach vorne bringen!

Fazit: Das Webinar machte mir Freude. Und ich habe festgestellt, dass auch unter schwierigen Bedingungen – keine direkte, mündliche Kommunikation mit den Gästen! – der Know-how-Transfer nicht zwangsläufig auf der Strecke bleibt!

Wer mehr zum Inhalt des Webinars erfahren möchte, kann sich gerne per Mail melden an post@pressebeck.de

Stefan Beck

Kitzingen, 29. September 2025

Bild oben: Catherine Avak