Das kleine 1X1 der Pressemitteilung

So steigern Sie die Chance auf Veröffentlichung!

Stellen Sie sich vor, Sie stehen kurz vor der Vollendung einer wichtigen und umfangreichen Pressemitteilung. Zahlreiche Arbeitsstunden der Recherche und der redaktionellen Tätigkeiten neigen sich jetzt dem Ende. Jetzt ist es an der Zeit, den Lohn für Ihre harte Arbeit einzustreichen. Endlich kann die Verbreitung der Pressemitteilung im Print- und Onlinebereich beginnen, um den Bekanntheitsgrad oder die Sympathie ihres Unternehmens zu fördern.

Dabei gibt es allerdings einen maßgeblichen Faktor zu berücksichtigen: Ob die Pressemitteilung veröffentlicht wird, liegt nicht vollständig in Ihren Händen. Letztendlich stellt die Information nur ein Angebot an den Journalisten dar. Dieser entscheidet selbst, ob ihre Botschaft überhaupt der Öffentlichkeit zugänglich wird. Die Flut an Pressemitteilungen, die die Schreibtische der Redaktion täglich erreicht, ist für den Empfänger oftmals unüberschaubar. Es gilt also wie so oft, sich von der Masse abzuheben. Damit Ihre Pressemitteilung nicht nur bei der potenziellen Leserschaft, sondern auch beim Journalisten Anklang findet, finden Sie hier nützliche Grundlagen in unserem kleinen 1×1 der Pressemitteilung.

Der Journalist als Orientierungspunkt

Bereits bei der Erstellung der Pressemitteilung sollten sie einige Kniffe beachten, die ihre Chancen auf Veröffentlichung beim Journalisten erhöhen. Denken Sie beim Aufbau der Nachricht auch an die Gewohnheiten der Redaktion. Hier empfiehlt sich das Modell der „umgedrehten Pyramide“ als Hilfestellung. Wichtige Informationen befinden sich am Anfang der Mitteilung, mit fortschreitender Länge des Textes finden zunächst zweitrangige Informationen und am Ende Einzelheiten Verwendung. Dies hat den Hintergrund, dass der Journalist eine Pressemitteilung oft von hinten her kürzt. Hier unsere Tipps in aller Kürze:

  1. Überschrift: ein kurzer, prägnanter und aktivierender Einstieg, der zum Lesen anregt.
  2. Einleitung: die Beantwortung der W-Fragen (wann, wer, was, wie, wo, warum) in 2-4 Sätzen.
  3. Inhalt: Informationen zum Hintergrund des Ereignisses, Umfeld und aktuellem Bezug in neutralem Sprachstil.
    Schreiben Sie, als würde der Leser der Nachricht kein Vor- bzw. Fachwissen besitzen. Was der Leser oder sogar der Journalist nicht versteht, landet im Papierkorb!
    Achten Sie jedoch darauf, sich bei den weiteren Einzelheiten nicht in Banaliäten zu verlieren.
  4. „Boilerplate“: ein kurzes Portrait Ihres Unternehmen.
  5. Ansprechpartner für die Presse: für eventuelle Rückfragen.

Generell ist auch hier der Spruch „Content is King“ gültig. Qualitativ hochwertige Informationen, die dann noch entsprechend deutlich nach der Vorliebe des Journalisten geordnet sind, steigern Ihre Chancen auf Veröffentlichung. Dies beinhaltet selbstverständlich auch seriöse und aktuelle Informationen ohne offensichtliches Eigenlob. Zeigen Sie der Redaktion, dass auf Sie Verlass ist.

Gern gesehen ist beim Journalisten auch aussagekräftiges Bildmaterial, da es neben den zahlreichen eingehenden Texten eher Mangelware ist. Stellen Sie sich immer die Frage, ob das Motiv schön und vorteilhaft ist. Dynamische Bilder werden von den Redaktionen oft bevorzugt. Ein Mitarbeiter in Aktion kann abhängig von der Leserschaft interessanter sein als ein Porträt der Führungsriege im Anzug.

Stichwort Networking

Nicht nur die Pressemitteilung an sich spielt eine Rolle im täglichen Kampf um mehr Aufmerksamkeit. Ihr Umgang mit dem Journalisten ist ein Faktor, der infolge der zahlreichen Pressemitteilungen immer weiter an Relevanz gewinnt. Gute Kontakte und die Vernetzung mit den „richtigen“ Partnern sind von immenser Wichtigkeit. Transparenz und Ehrlichkeit sind dabei Schlüsselbegriffe, die Sie stets im Hinterkopf behalten sollten. Wer Druck ausübt, ist hierbei nicht gut beraten. Mit einem seriösen Auftreten qualifizieren Sie sich für die Redaktion als zuverlässiger Kontaktpartner.

Speziell bei der Pressemitteilung sollten Sie im Vorfeld telefonischischen Kontakt mit dem Journalisten aufnehmen. Stellen Sie sich persönlich vor und bringen Sie in Erfahrung, ob die Mitteilung überhaupt für die entsprechende Redaktion von Belang ist. Erst dann senden Sie ihr Dokument zu. Ihr Vorteil: Ihr Name bleibt im Gedächtnis und somit steigt die Chance, dass ihre Pressemitteilung einen weitere Hürde auf dem Weg zur Veröffentlichung nimmt.

Sie sehen also, dass es einige Grundlagen gibt, die Sie durchaus in Betracht ziehen sollten. Ob ihre Mitteilung tatsächlich erscheint, ist wie bereits erwähnt dem Journalisten überlassen. Sie haben es letztendlich also nicht gänzlich in der Hand, aber Sie können mit diesen Tipps zumindest ein glückliches Händchen bei der Erstellung der Pressemitteilung und im Umgang mit Journalisten zeigen.


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