Medienarbeit – Dauerbrenner oder Auslaufmodell?

Globalisierung, Digitalisierung & Co. verändern unsere Welt im Sauseschritt. Kaum eine Nische kann sich dem komplett entziehen. Manches verschwindet im Laufe der Zeit völlig von der Bildfläche. 

So rechnen beispielsweise nicht Wenige mit dem Aussterben von Bargeld – Vorboten wie Kartenzahlungen sind präsenter wie nie zuvor. Manches bleibt in seinen Grundfesten erhalten, wird aber um 180 Grad gedreht. Welcher Zahn der Zeit nagt an Medienarbeit?

Über eines sind sich alle Gelehrten einig: Das Wort „Pressearbeit“ ist mittlerweile beinahe museumsreif, denn der Begriff bezieht sich ausschließlich auf das Zeitalter der Druckmedien. Wissenschaftliche Zahlen belegen, dass die klassische Druckpresse deutlich auf dem absteigenden Ast ist. Der Wunsch nach Informationsaufnahme über eine Tageszeitung sinkt Jahr für Jahr.

Laut einer Studie der IVW Anfang 2019 (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V) gab es 15,63 Millionen Exemplare an Tageszeitungen – das war die bundesdeutsche Gesamtauflage im dritten Quartal 2018. Damit reduzierte sich die Menge im Jahresvergleich um 4,53 Prozent. Der Trend ist eindeutig. Analog verlieren Kunden-, Fach- und Publikumszeitschriften zwar überschaubar, aber konstant an Strahlkraft. Ob das Licht irgendwann komplett erlischt, das steht in den Sternen.

Rückgang ja, Ende nein

Ist „Pressearbeit“ also ein Auslaufmodell? Trotz rückgängiger Zahlen wäre eine derartige Schlussfolgerung viel zu oberflächlich. Wie so oft erzeugen andere Statistiken ein völlig neues Bild, welches einen Vergleich mit den ausgestorbenen Dinosauriern verbietet. So beherbergt Deutschland laut der IVW-Studie den größten Zeitungsmarkt in Europa und nur vier Länder – mit China an der Spitze- produzieren weltweit mehr. In einer Umfrage des Jahres 2018 gaben 60 Prozent der über 14-Jährigen an, regelmäßig eine Tageszeitung „haptisch“ zu lesen.

Der Hunger nach Informationen ist bei der Menschheit zweifelsohne ungebrochen. Hier leistet „Pressearbeit“ weiterhin ganze Arbeit. Interessanterweise gibt es einen triftigen Grund, warum Druckmedien zwar stetig, aber nur relativ leicht an Interesse verlieren. Das Vertrauen gegenüber den sozialen Netzwerken hängt nämlich an einem seidenen Faden. Nur zwölf Prozent sprachen dem Internet ihre uneingeschränkte Glaubwürdigkeit aus. Insbesondere lokale Tageszeitungen punkten in dieser Rubrik bei über einem Drittel der Befragten. Die vorgehenden Ausführungen lassen folgende Bilanz zu: Aufgrund einer sehr hohen Fallhöhe versorgt Pressearbeit ungebrochen und erfolgreich „konservative“ Druckmedien trotz rückgängiger Zahlen.

Bewährtes bleibt das Fundament

Analog der Vision einer bargeldlosen Zahlungsverkehrswelt am Anfang dieses Textes, ist die klassische Pressearbeit auf Sicht sicher-lich nicht vom Aussterben bedroht. Allerdings stellen wir uns als „Pressebeck“ den Veränderungen in der Medienlandschaft.

Für Sie als Kunde bietet „Medienarbeit“ selbstverständlich einen großen Mehrwert im Vergleich zur „Pressearbeit“, die sich nur auf Printerzeugnisse bezieht. Damit setzen wir uns schon lange auseinander und blicken deshalb auf einen großen Erfahrungsschatz zurück.

Natürlich gewinnen Internet und andere Online-Formate weiterhin an Bedeutung für Sie und ihre Zielgruppen. Daran orientieren wir uns beispielsweise bei Planung und Gestaltung von Pressemitteilungen seit vielen Jahren. Die Kunst und Leistung liegt heutzutage darin, bewährte Methoden nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Allerdings diese passend in die modernen Medienkanäle und Anforderungen der Konsumenten einzubetten. Das erfordert ständige Veränderungen, denen wir uns als „Pressebeck“ mit Erfahrung, Kompetenz und Leidenschaft stellen.

Florian Geiger, 15. August 2019
Pressebeck

Bild oben: Florian Geiger / Mondelli Fotostudio, Würzburg 


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