Die Entwicklung des Journalismus: heute und damals

Vieles hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verändert und weiterentwickelt. Auch der Journalismus ist mit der Zeit gegangen. Die Präsenz der Tageszeitungen oder Magazine hat sich vom gedruckten Blatt ins Internet verlagert. Während immer mehr Menschen sich die für sie interessante Informationen auf den entsprechenden Webseiten suchen, gehen die Auflagen der Printmedien zurück.

Dabei hat der Print-Journalismus eine lange Tradition. Bereits die Römer begannen schon im Jahrhundert vor Jesus Christus Tod, täglich Informationen auf Papier zu verteilen. Das acta diurna, wie das Nachrichtenblatt genannt wurde, war der Vorläufer unserer heutigen Zeitung, die diurnarii ihre Redakteure. Es folgte mit dem Commentarius Rerum Novarum die erste Wochenzeitung zur Verbreitung wichtiger Informationen und des Geschehens im römischen Reich.

Diese Art der Publikation änderte sich bis ins Mittelalter kaum. Flugblätter oder größere Schriftstücke, von Schreibern erstellt, waren die Weitergabemöglichkeit schlechthin. Selbst mit der Erfindung des Buchdrucks, der zwar die Produktion beschleunigte, wandelte sich kaum etwas. Zu zäh verlief der Informationsfluss zu Wasser und zu Land. Auch waren Zeitungen teuer. Vornehmlich reiche Kaufleute, die Waren im- und exportierten, konnten sich diesen Luxus leisten.

La Gazette – die erste Zeitung überhaupt!

Erste journalistische Darstellungsformen wie Kommentar oder Bericht entstanden zwar bereits Anfang des 17. Jahrhunderts – der Franzose Theophraste Renaudot gilt hier mit seiner Zeitung La Gazette als Vorreiter, der Durchbruch gelang allerdings erst um 1800, als der Druck deutlich rentabler und damit für die breite Masse bezahlbar wurde. 1835 entstand dann auch in Übersee mit dem New York Herald die erste Zeitung. Der informative Journalismus entwickelte sich und gab die Richtung für die kommenden Jahrzehnte vor. Massenmedien entstanden und begannen, die Meinung der Menschen zu prägen und das Erlernen von Lesen und Schreiben salonfähig zu machen.

Journalismus gewann mehr und mehr an Bedeutung, war aus dem täglichen Leben der Menschen kaum mehr wegzudenken, selbst als Rundfunk und Fernsehen auf den Markt drängten. Neue Formen entstanden wie interpretativer, politischer oder investigativer Journalismus. Die Aufgaben eines Redakteurs gingen mittlerweile weit über die Weitergabe wichtiger Informationen hinaus. Immer wieder deckten Journalisten Skandale auf und brachten die Wahrheit ans Licht.

Das hat sich bis heute nicht geändert. Nur das Medium ist mittlerweile weitestgehend ein anderes. Denn das Internet löst die traditionelle Zeitung mehr und mehr ab. In Echtzeit werden aktuelle Meldungen veröffentlicht und multimedial verarbeitet. Zudem sind Redakteure nicht mehr auf einen bestimmten Platz begrenzt. Die Texte können kommentiert und diskutiert werden. Der Journalismus hat sich in den vergangenen Jahrzehnten damit grundlegend verändert und wird sich wahrscheinlich auch noch weiter verändern.

Alexander Rausch, 22. März 2019


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