„Das ist für mich wie der Applaus für den Künstler auf der Bühne“

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Herbert Hornung war von 1983 bis 1999 Mitarbeiter bei Hornung in Zellingen (Lkr. Main-Spessart), seit 2000 ist er Geschäftsführer des Familienbetriebs. Im Interview erklärt der 59-jährige Unternehmer, warum er individuelle Herausforderungen bei der Planung von Küchen und Maßmöbeln so schätzt und was ihm im Beruf eine Freude macht.

Frage: Was treibt Sie in Ihrem „Daily Business“ an? Warum verkaufen Sie ausgerechnet Küchen?

Herbert Hornung: Bis ins Jahr 2022 hatte ich auch Wohnmöbel und Schlafzimmer im Sortiment. Nun habe ich mich auf Küchen und Maßmöbel spezialisiert, weil ich hier am meisten drin aufgehe. In der Küche findet Leben statt, es ist oft das Herzstück im Haus oder der Wohnung, oft mit freiem Zugang zum Wohnzimmer. Kurz: Ich mag es, Möglichkeiten in Küchen zu schaffen, die Kunden zunächst nicht sehen. Ich bin ein Problemlöser.

Provokativ gefragt: Warum sollte man ausgerechnet bei Möbel Hornung einkaufen?

Herbert Hornung: Wir stehen für Zuverlässigkeit, für einen reibungslosen Ablauf und hochwertige Montage mit unseren eigenen Monteuren. Wir bieten eine vollumfängliche 10-Jahres-Garantie für unsere Küchen inklusive Arbeitsplatten und allen Elektrogeräten an. Auch bei selbst verschuldeten Schäden, beispielsweise bei Quellschäden oder Überlaufen von heißem Kaffeewasser, greift die Garantie.

Stichwort Erlebniswelt: Spielt das heute noch eine Rolle beim Einkaufen?

Herbert Hornung: Der Kunde will sehen und spüren, wie seine Küche ausschaut. Deshalb ist eine aktuelle Ausstellung wichtig. Zusätzlich bin ich gerade dabei, mit „virtual reality“ dazu beizutragen, dass sich der Kunde quasi in seine „Küche hineinstellen kann“. Für mich ist das ein viel größeres Erlebnis, als wenn er nur durch eine große Ausstellungsfläche läuft.

Gibt es Herausforderungen aus Kundensicht, die Sie besonders gerne anpacken?

Herbert Hornung: Also ich mag ja Herausforderungen. Je größer diese ist, desto größer ist meine Lust am Projekt. Ein Beispiel: Wenn ein Raum nicht genügend Platz für die gewünschte Küchenausstattung des Kunden bietet. Dafür eine Lösung zu bieten, macht mir Spaß. Oder wenn der Kunde nicht die passende Türfront findet, eine neue Arbeitsplatte braucht oder einen neuen Hauswirtschaftsraum, dann gehe ich darin auf…

Sie merken das an meinem Redefluss (lacht). Es müssen ja nicht immer gigantisch große Sachen sein. Das Lächeln des Kunden kann mich glücklich machen, wenn ich weiß, dass ich die richtige Lösung für ihn gefunden habe.

„Wenn ein Kunde uns weiterempfiehlt, ist das für mich wie der Applaus für den Künstler“

Nennen Sie mir ein oder zwei „Do´s“ oder „Do-nots“ bei der Auswahl von Küchen!

Herbert Hornung: Ich denke an einen Verkäufer, der mit Verkaufsdruck arbeitet, redegewandt ist, und der Kunde sogleich nach kurzer Beratung eine Unterschrift leisten soll, weil am Tag x alles günstiger sein soll als am nächsten Tag. Dann entsteht oft die sogenannte „Kauf-Reue“. Die Freude ist schnell verflogen, obwohl die neue Küche 10.000 bis 20.000 Euro gekostet hat. Das ist eine Katastrophe!

Ein anderer Fehler: Manche Kunden erkundigen sich nicht danach, wer die Küche montiert! In unserer Branche wird mit vielen Subunternehmern gearbeitet. Man ist zufrieden mit dem Verkäufer, aber dann kommt manchmal das böse Erwachen. Plötzlich ist jemand da, der gestern PV-Anlagen installiert hat und heute die neue Küche einbaut, ohne dass er die Tricks und Kniffe beim Einbau kennt. Die Freude an der Küche kann hier ebenso schnell weg sein. Daher mein Tipp: Immer fragen, wer die Küche montiert.

Was macht Ihnen eine besondere Freude?

Herbert Hornung: …wenn unser Kunde eine Mail sendet, anruft oder eine gute Bewertung bei Google abgibt und uns weiterempfiehlt. Das ist für mich wie der Applaus für den Künstler auf der Bühne.

Vielen Dank für das Interview!

Die Fragen stellte Stefan Beck

Bildunterzeile: Herbert Hornung leitet seit dem Jahr 2000 den Familienbetrieb in dritter Generation. Foto: Hornung

Zum Unternehmen: Herbert Hornung, Jahrgang 1967, begann 1983 seine berufliche Laufbahn im Betrieb seines Vaters. In den 1970er Jahren nahm Herberts Vater Küchen ins Sortiment auf. Gründer des Unternehmens, das 2026 sein 75-jähriges Jubiläum feiert, war Herberts Vater. Der Großvater betrieb eine Sattlerei. Möbel Hornung beschäftigt derzeit 18 Mitarbeiter. Mehr Infos finden Sie auf der Webseite www.hornung-kuechen.de bzw. im Kurzporträt bei Pressebeck.

Landschafts- und Gartenbau

„Kein Landschafts- und Gartenbau von der Stange“

Michael Müller-Secco gründete seine Firma Mainkreativhof 2023 in Schwarzach am Main im Nebenerwerb und baute diesen 2024 zum Vollerwerb aus. Im Interview schildert der 51-Jährige, was sein großes Steckenpferd beim Landschafts- und Gartenbau ist und welche Trends er im Gartenbau und Gartenpflege sieht.

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Herr Müller-Secco, was ist das Steckenpferd von Ihnen und Ihres Teams?

Michael Müller-Secco: Unsere Kernkompetenz liegt im Zusammenspiel von Naturstein und Pflanzen. Damit meine ich die Kontraste zwischen harten Naturstein und weichen, lebendigen Pflanzen. Ich sage ganz bewusst: Mein Team und ich sind stolz auf unsere hochwertigen Natursteinarbeiten, wir lieben die Leidenschaft fürs Detail und überlassen nichts dem Zufall. Egal, ob es sich um eine Neuanlage oder einen bestehenden Garten handelt. Der Fokus liegt auf der Natursteinverarbeitung, also den Stein händisch zu beschlagen und formstabil einzufügen.

Was macht Mainkreativhof als Team so besonders?

Michael Müller-Secco: Wir setzen auf eine sehr familiäre Atmosphäre. Ich meine auch, wir arbeiten unsere Aufträge nicht einfach beim Kunden so ab. Wir lieben das, was wir tun. Daraus leitet sich auch unser Qualitätsanspruch ab: Wir lösen nicht irgendein Problem, sondern stillen die Bedürfnisse des Kunden.

Welche Herausforderungen mögen Sie am meisten und warum?

Michael Müller-Secco: Das sind zum einen die Grundstücke, die schwer begehbar sind. Wo man Ideen braucht, wo etwa Hangterrassierungen in Form von Trockenmauern gut verbaut werden können. Ich habe ganz gerne das fertige Bild im Kopf – nach Absprache mit dem Kunden. Aktuell haben wir ein Projekt in Leinach, da gestalten wir eine Terrassierung aus Naturstein und Akazienstämmen. Ein Hangsicherungsnetz kommt hinzu. Das ist sehr herausfordernd, aber macht viel Spaß

Wohin geht die Tendenz beim Landschafts- und Gartenbau sowie der Pflege?

Michael Müller-Secco: Der Trend geht eindeutig zu Ästhetik, Nachhaltigkeit und Pflegeleichtigkeit. Der Kunde wünscht sich nach wie vor eine grüne Oase. Doch soll es alltagstauglich und von der Pflege her machbar sein. Hier setzen wir an! Den komplett pflegelosen Garten gibt es nicht. Aber man kann ihn so gestalten, dass der Kunde sowohl mit den Klimabedingungen im Sommer als auch mit dem Pflegeaufwand klar kommt.

Womit macht man Ihnen und Ihrem Team eine besondere Freude im Job?

Michael Müller-Secco: Wenn wir ein Projekt fertig gestellt haben und der Kunde ein Funkeln im Auge hat. Und wenn er das Ergebnis würdigt. Natürlich ist es immer auch schön, wenn man eine Tasse Kaffee erhält und man ins Gespräch kommt und diesen kennenlernt. Was ist ihm wichtig, was mag er, was mag er nicht.

Vielen Dank für das Interview!

Die Fragen stellte Stefan Beck

Bild oben: Michael Müller-Secco gründete im Jahr 2023 seine Firma Mainkreativhof. Foto: Mainkreativhof

Zum Unternehmen: Der 51-Jährige ist seit 2023 Inhaber von Mainkreativhof in Schwarzach am Main. Michael Müller-Secco beschäftigt derzeit vier Mitarbeitende. Sein großes Interesse gilt der Arbeit mit Natursteinen, Dort sieht er gute Perspektiven für die weitere Zukunft. Sein Motto lautet: „Kein Landschafts- und Gartenbau von der Stange“.

Weitere Infos zum Betrieb finden Sie unter www.mainkreativhof.com

Wie Speditionen ihre Stärken nutzen können, um mehr LKW-Fahrer zu gewinnen

Leonhard Braun und sein Team sind Spezialisten für den Gewinn von Lageristen und kaufmännisches Personal in der Speditions- und Logistikbranche. Wie er es geschafft hat, über 20 LKW-Fahrer innerhalb von einem Jahr für eine mittelständische Spedition zu vermitteln und was bislang seine größte Herausforderung war, schildert er im Experten-Interview.

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Frage: Herr Braun, sie sind mit Ihrer Firma erst seit 2021 am Markt. Was ist derzeit ihr größter Trumpf als Anbieter für Personallösungen für die Logistik- und Speditionsbranche?

Leonhard Braun: Wir haben ein großes Verständnis für unsere Zielgruppe! Sowohl mein Großvater als auch mein Vater waren beide in der Logistikbranche tätig. Ich kenne die Arbeit eines LKW-Fahrers und die Abläufe in der Logistik schon seit meiner Kindheit. Mir ist die Branche also sehr vertraut. Ich weiß, wie es ist, bei 5 Grad im Lager den LKW zu laden und loszufahren. Unsere Kunden müssen uns also viele Dinge gar nicht erklären. Unser Trumpf ist zusammengefasst: Wir kennen unsere Zielgruppe – Speditionen und Logistikunternehmen – und wissen als Spezialisten im Recruiting gleichzeitig, was die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter sind und wie man diese am besten anspricht.

Der Markt an LKW-Fahrern ist ja vielerorts „leergefegt“. Sie haben dennoch einer Firma beim Gewinn von 20 Kraftfahrern sehr weitergeholfen. Wie haben Sie das erreicht?

Leonhard Braun: Es gilt beim ersten Gespräch herauszufinden: Welche Stärken hat der Kunde? Konkreter Fall: Bei einem Kunden war unser Rat: Lass deine Fahrer den Lkw mit nach Hause nehmen, dann kannst Du auch an verschiedenen Orten in Deutschland Mitarbeiter suchen. Das ist ein großer Benefit für den Mitarbeiter. Wir haben auch alle anderen Benefits für die Kraftfahrer so aufbereitet, dass der Chef diese im Bewerbungsverfahren auch zur Geltung bringen kann. Schließlich haben wir freie Stellen in Ulm und Leipzig schnell besetzen können. Inzwischen sind es über 20 Mitarbeiter – innerhalb von einem Jahr haben wir diese für unseren Kunden gefunden.

Was ist das Besondere an Ihnen & Ihrem Team – neben Ihrem größten Trumpf?

Leonhard Braun: Um es mit einem Schiff zu vergleichen: Wir sind kein Tanker mit 20 oder 25 Mitarbeitenden. Wir sind klein und wendig und haben einen direkten Draht zum Kunden. Alle Kunden haben meine Handynummer, wenn es mal schnell gehen muss. Der Kunde muss sich nicht an unserer Schablone orientieren, sondern wir bauen entsprechend seinen Anforderungen das Recruiting auf.

Was war Ihre bislang größte Herausforderung und wie haben Sie diese gelöst?

Leonhard Braun: Ich war ja bis 2020 Berufspilot in Vollzeit und habe mich in meiner Freizeit mit Online-Marketing beschäftigt. Dann kam 2020 Corona, die Flugzeuge blieben am Boden. Es gab viel Unsicherheit und Arbeitsplatzängste. Das ging so weit, dass man sich fragte: Kommt die Fliegerei jemals wieder im alten Ausmaß wieder zurück? Das rüttelt einen durch. Ich habe die Zeit für mich genutzt und die Flucht nach vorne ergriffen. Aus meinem Hobby wurde der Versuch, ein zweites berufliches Standbein aufzubauen, ohne zu wissen, ob es funktioniert.

Sie sind ja nebenbei Pilot bei einem deutschen Luftfahrt-Unternehmen. Wie bekommen Sie diesen Teilzeit-Job mit ihrer Selbstständigkeit unter einen Hut?

Leonhard Braun: Wichtig ist es, Zeitreserven einzubauen. Mein Pensum bei der Fliegerei habe ich reduziert, inzwischen fliege ich eher an Feiertagen und an Wochenenden.

Womit macht man Ihnen persönlich eine große Freude?

Leonhard Braun: Im Beruf freue ich mich am meisten darüber, wenn ein Kunde den gemeinsam erarbeiteten Plan umsetzt, damit Erfolg hat und uns das mitteilt. Privat: Ein entspannter ruhiger Kurzurlaub in der Natur. Durch die Tätigkeit als Pilot und die Reisen zu meinen Kunden bin ich viel unterwegs. Ich freue mich, wenn ich mal ganz in Ruhe in die Berge fahren kann oder an die See.

Vielen Dank für das Interview!

Die Fragen stellte Stefan Beck

Foto oben von Leonhard Braun: Mikhail Laryanovskiy

Zur Person: Der 38-Jährige wohnte lange Zeit in Deutschland und zog 2024 mit seiner Familie nach Rorschach am Bodensee (Schweiz). Seit dem Jahr 2014 ist er Pilot bei einem deutschen Luftfahrtunternehmen. Leonhard Braun ist verheirateter Familienvater, seine Frau arbeitet auch im Unternehmen. Weitere Infos zu Braun Consultancy GmbH finden Sie auf der Webseite unter www.leonhardbraun.de und im Kurzporträt auf Pressebeck.de

„Unser Highlight: Der verstellbare Cupholder für Porsche“

CEdesign GmbH aus Neustadt bei Coburg ist seit 1990 Ansprechpartner für mechanische Konstruktionsdienstleistungen einschließlich Projektleitung, 3D-Modellierung, Simulationen und detaillierte technische Zeichnungen. Bei Baugruppen und -teilen in Kombination mit Serienfertigung verfügt CEdesign GmbH mit seinen 9 Mitarbeitenden über einen besonderen Trumpf. Was macht das Know-how von CEdesign so wertvoll für Kunden? Chef Günther Fletzberger äußert sich im Experten-Interview unter anderem dazu, wie sein Team einst für Porsche zum „Problemlöser“ wurde!

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Frage: Sie sind mit Ihrem Team auch Ideengeber und Problemlöser für Ihre Kunden. Über welchen „Fall“ freuen Sie sich bis heute besonders?

Günther Fletzberger: Grundsätzlich freuen wir uns über jede Herausforderung, wenn es darum geht, neue Wege, sprich Konzeptneuheiten oder andere Verbesserungen erarbeiten zu können. Jedoch waren Herausforderungen wie etwa der verstellbare Cupholder für Porsche ein Highlight. Porsche hatte hier schon die Hoffnung auf eine technische Umsetzbarkeit fast aufgegeben.
Besondere Aufgaben sind auch immer Lösungen für Messeexponate, wo die unterschiedlichsten Verstellmöglichkeiten im Fahrzeuginnenraum vom Konzept bis zum ersten Prototypen und Exponat auf Anhieb funktionieren müssen.

Was zeichnet Ihr Team in der Praxis ganz besonders aus? Welche Fähigkeiten und Eigenschaften?

Fletzberger: Neben der fachlichen Expertise, die natürlich die Basis darstellt, erarbeiten wir mit unseren Kunden bei Projekten Ziele und Erwartungen, die sich aus den Aufgaben ergeben. Im Fokus stehen bei Serienprojekten der Wunsch des Kunden und die Fertigungsmöglichkeiten. Ziel ist es, ein kostengünstiges Produkt bei bestmöglicher Leistung zu realisieren – und ebenso unseren Kunden so zu unterstützen, dass sich die Kosten der Entwicklung und Konstruktion bei CEdesign rechnen.

Ich höre und lese immer wieder mal den Begriff „Wunschkunden“. Welchen Kunden aus welcher Branche hätten Sie gerne? Und warum?

Fletzberger: … da wären mir Kunden beispielsweise aus den Bereichen Medizintechnik, Landmaschinen, Schienenfahrzeuge oder auch Defence willkommen. Ich bin mir sicher: Unsere Expertise könnte auch hier sehr gute Ergebnisse für Kunden generieren. Nach über 30 Jahren Erfahrung in Branchen wie Automobilbau oder aus Forschungsprojekten wie Trinkwasseraufbereitung und Haustechnik sind wir ganz sicher in der Lage, sehr gute Ideen umzusetzen – auch für andere Branchen.

Was könnte CEDesign einen Schub bei der Entwicklung in den nächsten 2 Jahren verleihen?

Fletzberger: Ich denke da ganz besonders an jene Kunden und Unternehmen, die neue Produkte auf den Markt bringen oder bestehende Produkte verbessern möchten. Sofern man auf Qualität, Termintreue und deutsche Gründlichkeit setzt. Vermeintlich günstige Angebote aus Osteuropa oder Asien bringen oft nicht die gewünschten Ergebnisse oder Termintreue, die bei CEdesign vorausgesetzt wird.

Zwei persönliche Fragen zum Abschluss: Worüber freuen Sie sich am meisten im Job?

Fletzberger: Als erstes natürlich über mein Team! Ich meine, wir überzeugen durch unsere hohe Fachkompetenz und Einsatzbereitschaft. Hinzu kommt die Vielfalt unserer Projekte. Auch das schätze ich sehr. Zudem freue ich mich über unsere langjährigen Kundenverbindungen, die teilweise kurz nach der Gründung von CEdesign bis heute bestehen. Also seit über 30 Jahren oder mehr! Deren Produkte haben wir über Jahrzehnte bis heute mitgestaltet. Auf diese Weise zum Erfolg eines Unternehmens beizutragen, freut mich ganz besonders!

Womit macht man Ihnen privat eine besondere Freude?

Fletzberger: …wenn ich Zeit verbringe mit meiner Frau, Familie und Enkeltochter. Was ich auch sehr schätze: Kameradschaft, Loyalität und Einsatzbereitschaft. Zeit füreinander und gemeinschaftlicher Zusammenhalt sind für mich unbezahlbar und wertvoll – nicht nur im Beruf.

Die Fragen stellte Stefan Beck

Kitzingen, 4. September 2026

Weitere Infos zum Unternehmen finden Sie unter www.cedesign.de bzw. in unserer Kurzpräsentation vom März 2025.

Bild oben Günther Fletzberger: CEDesign GmbH

Dr. Marlies Koel: „Lebe ich wirklich – oder funktioniere ich nur noch“?

Dr. Marlies Koel ist promovierte Immunbiologin, Speakerin, Autorin und Mentorin und lebt zurzeit in Damme im Landkreis Osnabrück. Im Oktober 2026 erscheint ihr neues Buch „Hol dir deinen Lebensberechtigungsschein“. Im Interview äußert sie sich unter anderem zur Frage, mit der viele Menschen immer wieder konfrontiert werden: Warum fällt es uns so schwer, einen neuen Weg im Leben einzuschlagen? Was könnte uns dabei helfen?

Frage: Frau Dr. Koel, der Titel Ihres neuen Buchs, das im Oktober 2026 erscheint, lautet: „Hol dir deinen Lebensberechtigungsschein“. Wie kamen Sie auf die Idee, einen solchen Titel auszuwählen? Ein solcher Berechtigungsschein erinnert doch phonetisch her an einen „Lebensmittel-Bezugsschein“…

Dr. Marlies Koel: In einer Sitzung mit einem Klienten hatten wir eine sehr intensive Arbeit. Nach dem Ende eines aktiven Prozesses kam dann aus tiefsten Herzen sein Ausspruch: „Jetzt habe ich mir selbst den Lebensberechtigungsschein gegeben“. Seitdem nutze ich den Begriff.

Seit über 30 Jahren begleiten Sie Menschen, die äußerlich funktionieren und innerlich spüren: So geht es nicht weiter. Mit Ihrer Programm „FreiDuSelbst“ und der sogenannten „Y-Methode“ zeigen Sie Ihren Kunden und Interessenten den Weg aus dem Überlebensmodus. Ihr Credo lautet: „Ich bin – ich entscheide“. Warum fällt es vielen Menschen oft so schwer, einen neuen Weg im Leben einzuschlagen. Liegt es nur an der Angst vor der Veränderung?

Dr. Marlies Koel: Das Eine sind die fest verankerten Gewohnheiten und das Andere sind die Überzeugungen und Glaubenssätze. Wer wir sind und wie wir uns verhalten, ist das Resultat von frühkindlichen Situationen, die wir als Kleinkind als existenziell erlebt haben. In den Momenten wird unbewusst entschieden, wer wir sind, was wir sind, wer die anderen sind und wie das Leben ist.

Und die Angst spielt doch auch eine Rolle….

Dr. Marlies Koel: Die Angst darunter ist, dass wir die Zugehörigkeit verlieren könnten – wenn wir uns für uns selbst entscheiden. Das wiegt schwer, denn in den hunderttausenden Jahren der Clan- und Stammeskultur bedeutete der Ausschluss aus der Gemeinschaft ein sicheres Todesurteil. Aus meiner Sicht spielen die paar 1000 Jahre Zivilisation keine Rolle. Heute bestrafen wir Menschen weiterhin durch Isolation: Wenn wir jemanden ignorieren, nicht mehr mit jemanden sprechen oder auch durch Isolationshaft.

In Ihrem neuen Buch geht es unter anderem um die Frage, warum wir uns immer wieder an denselben Verhaltensmustern & Glaubenssätzen orientieren, die oft aus der Kindheit herrühren. Sie sprechen stets von der Überlebensstrategie, die damals intelligent war – heutzutage aber uns bei vielen Fragen & Herausforderungen im Leben eher blockiert. Gibt es für Sie eine Art kurze Handlungsanleitung, wie man sich von alten Glaubenssätzen und Verhaltensweisen lösen kann?

Dr. Marlies Koel: Es ist grundsätzlich wie neu gehen lernen, das heißt: Neues Verhalten oder neue Reaktionen zu trainieren dauert etwas. Selbst wenn in einer Sitzung es ganz tief gefühlt und erlebt wird, zeigt sich erst in Stresssituationen, ob die Veränderung trägt.

Aus meiner Sicht geht es nicht darum, dass es sofort gelingt! Wir sind ja schließlich keine Roboter, dort können wir Chipteile einfach austauschen! Es geht darum, dass wir immer wieder für uns aufstehen und bewusst einen mitfühlenden Umgang mit uns pflegen. Denn unsere Unvollkommenheit ist unser höchstes Gut. Das permanente Optimieren und Perfektionieren ist wider unserer Menschlichkeit.

„Der Preis des Erfolgs ist oft der Verlust der Verbundenheit zu sich und damit auch zum Leben“

Sie stellen Ihren Klienten oft die Frage: „Lebe ich wirklich – oder funktioniere ich nur noch“? Selbst männliche und weibliche Unternehmer oder Angestellte, die erfolgreich sind, bemerken in manchen Situationen, dass sie oft den Zielen anderer dienen. Sie sprechen auch in ihren Vorträgen von einer „Erwartungserfüllungsanstalt“. Welche sind aus Ihrer Sicht die „typischen“ Momente im Alltag, an denen Mann/Frau solche „Alarmsignale“ erkennen sollte?

Dr. Marlies Koel: Sie leben und sind ihre eigenen „To-Do-Listen“, optimieren und perfektionieren sich permanent, auch in ihrer Freizeit. Arbeit und Erfolg steht immer an erster Stelle. Wenn sie morgens in den Spiegel schauen, nehmen sie sich nicht wahr. Sie fühlen nur noch im Kopf! Sich selbst können sie nicht mehr fühlen, können diese oft auch nicht benennen.

Bei manchen ist das gesamte Leben durchgetaktet. Manchmal geschehen Momente, auch wenn alles erfolgreich ist, in denen sie eine innere Leere spüren. Obwohl es das ist, was sie immer machen wollten, kommt oft ein Moment, wo sie sich fragen, ob es noch das Richtige ist. Der Preis des Erfolgs ist oft der Verlust der Verbundenheit zu sich und damit auch zum Leben. Das nennt man Naturdefizitsyndrom! Es ist die Frage, ob wir noch in Kontakt mit uns selbst, dem Leben und der Natur sind.

Die eigentliche Frage lautet nicht, wie viel Zeit wir draußen verbringen. Sondern ob wir noch in Kontakt sind – mit uns selbst!

Wie können wir – Männer und Frauen – im Alltag öfter Mut finden, unseren eigenen Weg zu wählen?

Dr. Marlies Koel: Es ist gut, dass wir funktionieren können! Nur sollte es nicht die einzige Strategie sein. Beispiel Auto. Wenn wir geboren werden, ist es mit unserer Überlebensstrategie wie ein Auto mit nur einem Gang. Es kann normal fahren, hochtourig oder auch untertourig. Es bleibt ein Auto mit einem Gang und irgendwann wird der Motor müde. Unsere Autos haben 5 bis 6 Gänge, das heißt es geht ums „hinzufügen“.

Vielen Dank für das Interview!

Die Fragen stellte Stefan Beck

Kitzingen, 1. September 2026

Die Webseite von Dr. Marlies Koel wird in Kürze aktualisiert und erneuert:

www.drmarlieskoel.com

Das Buch kann via Buchhandel oder über folgende Links bestellt werden:

https://www.amazon.de/dp/3982824370/

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1081164585

Zur Person von Dr. Marlies Koel (Archivbild oben: Charlotte Starup)

„Ich bin. Ich entscheide. Ich handle.“ – Drei einfache Sätze. Und doch sind sie für viele Menschen schwer zu leben. Dr. Marlies Koel, Jahrgang 1959, kennt diese Zwischenräume – jene stillen Orte im Leben, an denen sich etwas verändert, obwohl äußerlich alles bleibt, wie es ist.

Als promovierte Biologin führte ihr Weg über die Immunchemie, Laboratoriumsmedizin, Naturheilkunde zum Mentoring.
Irgendwann stellte sich eine Frage, die alles veränderte: „Lebe ich – oder werde ich gelebt?“ Aus dieser Frage wurde ein Kompass. Heute begleitet die 66-Jährige Menschen, die an Wendepunkten stehen, auf dem Weg zurück zu sich selbst – jenseits von Funktionieren, Leistungsdruck, Erwartungen erfüllen und Selbstoptimierung. Sie öffnet Räume, in denen echte Wandlung möglich wird. Mit ihren selbst entwickelten Methode, u.a. die Ypsilon-Methode lädt sie dazu ein, Lebensentscheidungen bewusst zu hinterfragen – und neue Antworten zu finden. „Denn ein Wendepunkt ist nicht das Ende. Es ist ein Anfang“, sagt Dr. Marlies Koel.

Insbesondere Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte, die sich im Spannungsfeld von hoher Verantwortung, permanentem Leistungsdruck und innerer Erschöpfung bewegen, finden in ihrer Arbeit einen Raum der Entlastung, der Klarheit – und neue Tiefe. Es sind Menschen mit viel Verantwortung – innerlich erschöpft, äußerlich kontrolliert. Menschen, die gelernt haben, Erwartungen zu erfüllen – und verlernt haben, sich selbst zu fühlen.

Im November 2025 wurde sie in Dresden beim TOP 111 Public Speaker Award 2025 in der DACH-Region ausgezeichnet.

„Unser Ziel: Menschen und Unternehmen in ihre Stärke bringen“

Jochen und Brigitte Burger aus Rottendorf (Lkr. Würzburg) sind seit 2015 Inhaber von Burger QuantenPower. Das Ehepaar berät Unternehmen und Personen bei deren betrieblichen, beruflichen und persönlichen Herausforderungen. Mithilfe der TimeWaver Informationsfeld-Technologie unterstützen sie ihre Kunden dabei, unternehmensbezogene und mentale Blockaden zu erkennen, in der Folge Lösungsansätze aufzuzeigen und diese umzusetzen.

Frage: Wenn Unternehmen scheitern, haben sie – stark vereinfacht – oft eine falsche Strategie verfolgt oder / und im Tagesgeschäft trotz richtiger Strategie zu viele Fehler gemacht. Sie behaupten nun: Es können auch unsichtbare Ursachen sein, die ein Unternehmen zum Misserfolg führen. Woran machen Sie das fest?

Jochen Burger: Aus unserer Erfahrung entstehen viele Herausforderungen nicht ausschließlich durch Strategien oder Prozesse. Häufig liegen die eigentlichen Ursachen tiefer – beispielsweise in der Führung, der Kommunikation, der Unternehmenskultur, Unternehmensvision, oder in unbewussten Mustern, die Entscheidungen beeinflussen. Genau dort setzen wir an.

Mit unserer ganzheitlichen Methodik und modernen Informationsfeldanalysen gewinnen wir zusätzliche Erkenntnisse, die klassische Unternehmensberatungen in aller Regel nicht berücksichtigen.

Wie kann man solche unsichtbaren Ursachen sichtbar machen?

Jochen Burger: Wir betrachten ein Unternehmen nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht, sondern beziehen auch informationelle und energetische Zusammenhänge mit ein. Mithilfe unserer einzigartigen Informationsfeld-Technologie erhalten wir Hinweise auf Zusammenhänge, Prioritäten und Potenziale. Dadurch entsteht häufig ein deutlich umfassenderes Bild der aktuellen Situation.

Sie machen also die zum Problem führenden Ursachen zunächst sichtbar. Was ist denn der nächste Schritt?

Jochen Burger: Die Ursachenanalyse ist nur der erste Schritt. Gemeinsam leiten wir daraus konkrete Maßnahmen ab. Mithilfe unserer Informationsfeld-Technologie unterstützen wir Unternehmen dabei, verborgene Blockaden und Inkohärenz zu erkennen und zu harmonisieren. So entstehen Klarheit, neue Handlungsspielräume und die Grundlage für nachhaltige Veränderungen.

Wie können Sie Ihren Kunden noch helfen, den richtigen Weg zu finden? Und vor allem: In welchen Bereichen?

Jochen Burger: Wir begleiten Unternehmer und Unternehmen unter anderem in den Bereichen Strategie, Führung, Entscheidungsfindung, Mitarbeiterentwicklung, Kommunikation, Teamdynamik sowie Stress- und Gesundheitsmanagement. Unser Ziel ist es, Menschen und Unternehmen in ihre volle Stärke zu bringen und langfristig erfolgreich aufzustellen.

Können Sie zwei Beispiele nennen, wo der Erfolg Ihrer Expertise sichtbar wird?

Jochen Burger: Zum ersten Beispiel: Ein Unternehmer stand vor wichtigen strategischen Entscheidungen und kam trotz zahlreicher Beratungen nicht weiter. Unsere Analyse machte deutlich, welche inneren und organisatorischen Faktoren seine Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigten. Nach der gemeinsamen Neuausrichtung konnte er klare Entscheidungen treffen und sein Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln.

„Verborgene Zusammenhänge sichtbar machen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen ableiten“

Beispiel 2: Hier kam es in einem Unternehmen immer wieder zu Spannungen und Missverständnissen innerhalb des Teams. Unsere Analyse zeigte bisher unerkannte Kommunikations- und Führungsmuster auf. Durch gezielte Informationsfeld-Harmonisierungen und Veränderungen im Betrieb verbesserte sich die Zusammenarbeit deutlich und die Effizienz im Unternehmen stieg spürbar.

Was kann man tun, um Ihre Arbeitsweise kennenzulernen?

Jochen Burger: Der einfachste Weg, unsere Arbeitsweise kennenzulernen, ist eine individuelle Ursachenanalyse. In einem etwa einstündigen Google-Meet-Termin analysieren wir gemeinsam eine konkrete Herausforderung aus Ihrem Unternehmen. Dabei zeigen wir Ihnen, wie wir mit unserer ganzheitlichen Methodik verborgene Zusammenhänge sichtbar machen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen ableiten. Sie erleben unsere Arbeitsweise direkt anhand Ihres eigenen Unternehmens und erhalten bereits im ersten Gespräch wertvolle Impulse für Ihren weiteren Weg.

Was kostet ein solch einstündiger Google-Meet-Termin?

Jochen Burger: Ein kurzes Informations- bzw. Kennenlerngespräch ist kostenlos. Unsere Ursachen-Analyse per Online-Meeting dauert mindestens 1 Stunde und beinhaltet die Ursachen-Analyse inkl. Protokoll mit Handlungsempfehlungen zum Preis von 149,00 EUR.

Abschießend: Was macht Ihre Expertise so wertvoll?

Jochen Burger: Unsere Erfahrung seit 2015 zeigt, dass nachhaltiger Unternehmenserfolg nicht allein durch Zahlen, Strategien oder Prozesse entsteht.

Entscheidend ist das Zusammenspiel von Mensch, Führung, Unternehmenskultur und klaren Entscheidungen. Unsere ganzheitliche Unternehmensbegleitung verbindet bewährte unternehmerische Erfahrung mit moderner Informationsfeld-Technologie. So schaffen wir neue Perspektiven und helfen unseren Kunden, Potenziale zu erkennen und nachhaltig erfolgreich zu nutzen.

Also geht nix ohne den Menschen….

Jochen Burger: Ja! Die Informationsfeld-Technologie liefert uns wertvolle Impulse und macht Zusammenhänge sichtbar. Entscheidend ist jedoch der Mensch dahinter: Unsere Expertise, unsere Erfahrung und die individuelle Interpretation der Ergebnisse bilden die Grundlage für eine fundierte und persönliche Begleitung durch meine Frau und mich.

Vielen Dank für das Interview!

Die Fragen stellte Stefan Beck

Kitzingen, 3. August 2026

Bild oben von Jochen und Brigitte Burger: Martina Weigel

Weitere Infos zur Dienstleistungsportfolio der Firma finden Sie auf der Webseite unter https://burger-quantenpower-coaching.de/

„Man-Trailer“: Eine günstige Witterung lässt eine Geruchsspur länger finden

Am 1. Januar 2026 waren laut einem Sprecher des BKA in Wiesbaden rund 9.100 Fälle vermisster Personen in Deutschland registriert. In dieser Zahl sind sowohl Fälle enthalten, die sich innerhalb weniger Tage aufklären, als auch über viele Jahre/Jahrzehnte Vermisste, deren Aufenthaltsort/Verbleib nicht festgestellt werden konnte. Erfahrungsgemäß erledigen sich etwa 50 % der Vermissten-Fälle innerhalb der ersten Woche. Binnen Monatsfrist liegt die „Erledigungs-Quote“ bereits bei über 80%. Der Anteil der Personen, die länger als ein Jahr vermisst werden, bewegt sich bei nur etwa 3 %.

In manchen Fällen werden sogenannte „Man-Trailer“ eingesetzt, um vermisste Menschen zu finden. Aus beruflichen Gründen und privatem Interesse stellte ich, Stefan Beck, kürzlich Matthias Barsch vom Polizeipräsidium Unterfranken ein paar Fragen, um mehr zum Einsatz von Spürhunden zu erfahren. Diese beantwortete der Polizist schriftlich.

Frage: Seit wann nutzt die Polizei Unterfranken den Spürsinn von Hunden, um verschollene Menschen zu finden?

Matthias Barsch: Im Polizeipräsidium Unterfranken haben wir mit dem Personenspürhund („PSH“) „Krabat“ im Jahr 2012 den ersten Diensthund in den Einsatz gebracht, der anhand von Individualgerüchen eine Person verfolgen kann. Zuvor konnten die Diensthunde lediglich über eine Fährtenarbeit (Verletzung der gewachsenen Bodenstruktur wie Wiese und ähnliches) oder über die Stöberarbeit (der Hund bekommt menschliche Witterung in seiner Umgebung in die Nase) zur Suche nach Personen eingesetzt werden.

Wie werden Hunde auf ihren Einsatz als „Man-Trailer“ vorbereitet?

Matthias Barsch: Die Ausbildung erfolgt vom Ankauf des Diensthundes (meist im Welpenalter) schrittweise mit Steigerung des Schwierigkeitsgrades. Der Diensthund wird zunächst über positive Konditionierung dazu gebracht, den Menschen zu suchen, dessen Geruch er zuvor präsentiert bekommt. Im Laufe der Ausbildung werden die Schwierigkeitsgrade wie Suchstrecke, das Alter der Spur, die äußeren Umwelteinflüsse und ähnliches immer weiter gesteigert, bis diese in einer Prüfung bewertet werden. Im Anschluss kann der Diensthund im Echteinsatz verwendet werden.

Welchen Nutzen hat die Polizei ganz konkret beim Einsatz von Man-Trailern?

Matthias Barsch: Im günstigsten Fall findet das Team Diensthundeführer und Diensthund die gesuchte Person. In den meisten Fällen jedoch können die Diensthunde Hinweise über eine Laufrichtung geben, so dass weitere Maßnahmen darauf gestützt werden können. Hier ist nicht nur die Suche nach Vermissten zu nennen, sondern auch Suchmaßnahmen im Fall einer Straftat, also die Suche nach einem Straftäter. Anhand des so rekonstruierten Streckenverlaufes können Hinweise auf die Fluchtrichtung, eventuelle Zuwendungsorte gewonnen werden, auch das Auffinden von entsorgten Beweismitteln auf der Spur kann den ermittelnden Sachbearbeitern im Verfahren weiterhelfen.

Gab es mal einen besonders kuriosen Fall, an den Sie sich noch heute erinnern?

Matthias Barsch: Im Fall des als Terrorakt einzustufenden versuchten Tötungsdeliktes vom 18. Juli 2016 in Heidingsfeld, bei dem der Tatverdächtige mehrere Personen mit einem Messer und einer Axt in einem Zug teilweise schwer verletzt hatte, bekamen wir am nächsten Tag den Auftrag, den Fluchtweg des Tatverdächtigen zu rekonstruieren. Die Maßnahme sollte unter anderem dazu führen, das verschwundene Mobiltelefon des Tatverdächtigen aufzufinden. Mit mehreren Teams von Diensthundeführern mit ihren Personenspürhunden konnten wir den Fluchtweg recht genau ausarbeiten, auf dem Suchverlauf konnten wir auch das Mobiltelefon auffinden. Dadurch konnten die Hintergründe der Tat ermittelt und somit von den Kollegen besser beleuchtet werden

Wie kann es sein, dass Hunde im Einsatz als Man-Trailer auch nach mehreren Tagen „des Verschwundenseins“ einer Person „auf die Spur“ kommen können?

Matthias Barsch: Die Schwierigkeit bei der Ausarbeitung einer Spur liegt unter anderem darin, wie lange sich die von einer Person abgesonderten Geruchspartikel in der Umgebung halten können. Dies ist sehr individuell und von Fall zu Fall unterschiedlich. So kann zum Beispiel Wind, Regen oder extreme Hitze eine Geruchsspur in sehr schneller Zeit so verändern oder vernichten, dass für den Diensthund keine Spur mehr auffindbar ist. Im umgekehrten Fall kann eine günstige Witterungslage eine Geruchsspur jedoch länger auffindbar machen. Eine generelle Aussage über eine Haltbarkeit der Spur kann somit nur sehr schwer vorgenommen werden.

Vielen Dank für das Interview!

Zur Person: Matthias Barsch ist Beauftragter für das Diensthundewesen im Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg. Der 59-Jährige ist Ausbilder im Bereich Schutzhund, Rauschgiftspürhund, Personenspürhund. Zudem ist er Prüfer im Diensthundewesen Schutzhund und Personenspürhund. Im Privatbereich ist Matthias Barsch Sachverständiger für das Hundewesen (öffentlich bestellt und vereidigt). Im Dezember 2026 geht er in Ruhestand.

Bild oben: Matthias Barsch (Polizeipräsidium Unterfranken)

Stefan Beck, Kitzingen, 29. Mai 2026

Florian Kohl: „Datensouveränität wird zunehmend zu einem Geschäftsvorteil“

Florian Kohl ist Inhaber des Revista Verlags e.K. in Schweinfurt. Seit mehr als 50 Jahren produziert der Familienbetrieb Gemeindeblätter in den Landkreisen Schweinfurt und Bad Kissingen und verantwortet dabei unter anderem das Layout, den Druck und den Vertrieb. Zudem betreibt man das Online-Portal www.revista.de, das über das Geschehen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport im Landkreis Schweinfurt und darüber hinaus berichtet. Seit 2026 hat der Verlag eine KI-gestützte Software entwickelt, welche Printanzeigen auf ihre optische und inhaltliche Wirksamkeit überprüft. Welche Vorteile Firmen dadurch bei der Anzeigengestaltung erhalten und was „AdRay“ alles kann, dazu äußert er sich im Interview!

Frage: Herr Kohl, was hat Sie dazu bewogen, eine KI-gestützte Software namens „Adray“ zu entwickeln? Was war Ihr „persönlicher Antreiber“?

Florian Kohl: Oft werden Layouts in Unternehmen nur nach persönlichem Geschmack beurteilt, obwohl sich der Erfolg einer Printanzeige in Bruchteilen von Sekunden entscheidet. Mein persönlicher Antreiber war es, dieses bloße Bauchgefühl in Richtung echter evidenzbasierter Entscheidungen zu verschieben.

Welche konkreten Vorteile bringt die Software Ihrem Kunden?

Florian Kohl: AdRay analysiert Printanzeigen objektiv auf einer Skala von 0 bis 10 und bewertet dabei gezielt Kriterien wie Markenerkennung, Platzierung der Handlungsaufforderung sowie die Text-Bild-Balance. Der Kunde erhält durch AdRay konkrete, einfach umsetzbare, datenbasierte Hinweise zur Wirkungssteigerung seiner Anzeige.

„Unser Prinzip lautet generell, nur so viele Daten wie nötig und so wenige wie möglich zu erheben“

Haben Sie ein aktuelles „erfolgreiches“ Beispiel dafür?

Florian Kohl: Einen spezifischen Kunden darf ich nicht nennen, aber die ersten Kunden, die unser Tool einsetzen, haben nach der Überarbeitung ihrer Anzeige schon erste messbare Erfolge erzielen können. AdRay gibt nach der Analyse konkrete Tipps bis hin zu konkreten Textvorschlägen für die Anzeigenumgestaltung an die Hand.

Sie sagten kürzlich, dass es Ihnen persönlich auch um „Datensouveränität“ geht. Ad-Ray ist offenbar hierfür ein ideales Instrument, die Daten bleiben in Ihrem Verlag – und gehen nicht an US-amerikanische oder andere Konzerne. Planen Sie weitere firmeneigene Instrumente dieser Art in Zukunft?

Florian Kohl: Datensouveränität wird meiner Meinung nach zunehmend zu einem Geschäftsvorteil: Wir verlassen uns nicht mehr auf Standardlösungen großer US-Cloud-Anbieter, sondern setzen konsequent auf europäische Infrastruktur und Open-Source-Software. Unser Prinzip lautet generell, nur so viele Daten wie nötig und so wenige wie möglich zu erheben. Aktuell arbeiten wir weiter an neuen Features für unsere REVISTA App.

„KI erleichtert die Analyse von Layouts enorm, sie kann aber den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen“

Sie vertreten ja die Ansicht: KI ist weder ein Job-Killer noch ein Allheilmittel. Warum sind Sie sich hier so sicher? Nennen Sie mir bitte ein Beispiel!


Florian Kohl: Ich betrachte Künstliche Intelligenz weder als Heilsversprechen noch als Bedrohung, sondern als „Möglichkeiten-Multiplizierer“. Am Beispiel von AdRay zeigt sich das deutlich: Die KI erleichtert die Analyse von Layouts enorm und macht sie objektiv(er), sie kann aber den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen. Wer Technologie sinnvoll einsetzen will, muss die „Black-Box-Natur“ von generativer KI verstehen und wissen, wo ihre Grenzen liegen.

Glauben Sie, dass das auch in 2 Jahren so ist?

Florian Kohl: Auch in den kommenden Jahren wird die Notwendigkeit bestehen bleiben, technologische Werkzeuge zu verstehen und ihre Grenzen realistisch einzuschätzen. Unser Ziel bei REVISTA ist es, täglich ein bisschen besser zu werden. Die wirklichen Herausforderungen der Zukunft sehe ich weniger in der Technik, sondern vielmehr im gesellschaftlichen Umgang miteinander und in der Bekämpfung von Politikverdrossenheit.

Das überrascht mich nun doch! Warum gerade gesellschaftlicher Umgang und Politikverdrossenheit?

Florian Kohl: Ich stelle zunehmend fest, wie im persönlichen Umgang miteinander der Trend zu einem knapperen Umgangston – der um die Coronazeit Einzug gehalten hat – oder die teilweise fast herablassende Art im Umgangston durch die aktuellen Krisen weiter verschärft wird. Jeder schaut nur noch auf sich!

Gerade im Gegenteil – also besserer Umgang miteinander! – liegt aber, so glaube ich, zumindest, die Möglichkeit, Krisen und Probleme zu lösen. Da kommen wir zur Politikverdrossenheit: Man muss auch mal andere Meinungen aushalten können, ohne denjenigen oder diejenige, die ihre Meinung vertritt, direkt persönlich anzugreifen. Wir verlieren immer mehr den Diskurs aus dem Blick und die Graustufen zwischen schwarz und weiß. Zum anderen lösen wir Probleme schlichtweg nur gemeinsam.

Noch ein paar wissenswerte Sätze zu Ihrem Verlag!

Florian Kohl: REVISTA bringt als Familienbetrieb technisches Sachverständnis mit regionaler Verwurzelung in Schweinfurt zusammen. Dabei kommt die Nachhaltigkeit beim Umgang mit Ressourcen nicht zu kurz. Wir sind, wie man so schön neudeutsch sagt, ein Full-Service-Provider für Kommunen und drucken jede Woche exakt nur die Stückzahl an Amtsblättern, die auch wirklich gebraucht wird. Auf unserem Dach haben wir eine Solaranlage, wir beziehen grünen Strom, wir schauen beim Papier auf nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Eine sehr akute geschäftliche Herausforderung ist für uns, dass sämtliche Papiergroßhändler Preiserhöhungen angekündigt haben.

Vielen Dank für das Interview, Herr Kohl!

Die Fragen stellte Stefan Beck

Kitzingen, 4. Mai 2026

Hinweis: Interessierte Unternehmen und Agenturen können sich unter www.adray.io ab sofort auf der Warteliste für den AdRay-Anzeigen-Check registrieren.

Bildunterzeile: Der 46-Jährige leitet seit 2008 den Betrieb in Schweinfurt.
Foto oben von Florian Kohl: Ralph Pache