Wissen direkt weitergeben: Das Fachinterview

Das Interview ist jene Stilform des Journalismus, die besonders gerne gelesen wird. Der Leser erhält die Informationen aus erster Hand, lernt den Interviewten besser kennen und profitiert mitunter auch vom Unterhaltungswert des Gesprächs. Möchte man in erster Linie Wissen und Expertise an den Leser weitergeben, lohnt sich ein Fachinterview. Hierbei setzt man den Schwerpunkt der Fragen auf ein bestimmtes Thema: Sei es das neueste, erklärungsbedürftige Produkt der Firma oder ein Thema, das in der Branche derzeit „heiß“ diskutiert wird.

Der Interviewer: Gute Vorbereitung lohnt sich

Für den Interviewer ist die Vorbereitung entscheidend. Er informiert sich bereits im Vorfeld über seinen Gesprächspartner und das entsprechende Thema, um gegebenenfalls nachzuhaken oder Unklarheiten zu umgehen – auch wenn diese noch einmal im Sinne des Interviewpartners redigiert werden können. Selbst dem geübten Redner unterlaufen Fehler und Versprecher, die der Journalist ausbessern kann. Manchmal kürzt oder ergänzt dieser Antworten. Klar ist: Der Leser beschäftigt sich nicht so ausführlich mit dem Thema wie der Interviewer oder gar der Interviewte.

Je besser der Journalist die Frage formuliert, desto mehr Aussagekraft hat meistens der Text. Besser heißt in diesem Fall interessant und detailgenau. Geschlossene Fragen, das heißt Fragen, die mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können, sind meist wenig informativ. Ein Tipp: Bei offenen Fragen lassen sich Interviewpartner oft zu einer ausführlichen Antwort bewegen. Die Schwierigkeit besteht darin, dem Gesprächspartner genügend Raum für freie Antworten zu geben, aber das Ziel des Interviews nicht aus den Augen zu verlieren.

Für den Autoren hat ein Fachinterview im Vergleich zum Fachbeitrag einen großen Vorteil: Der zeitliche Aufwand ist geringer, da die Recherche deutlich geringer ausfällt und die Niederschrift und Nachbereitung viel Zeit spart.

Der Experte: Authentisch verhalten, verständlich antworten

Der Experte sollte sich ebenfalls auf das Interview einstellen – auch wenn er erwartungsgemäß jede Frage ohne Probleme beantwortet. Jedoch sollte man sich einige wichtige Formulierungen, besonders bei komplexen Themen, einprägen. Der Leser profitiert eher von einfachen und kurzen Sätzen – wenn er den Absatz wiederholt lesen muss, verliert er das Interesse. Aber Vorsicht: Auswendig gelernte Antworten wirken besonders bei Live-Interviews unprofessionell. Als Hilfe dienen kleine Spicker mit Stichpunkten, das Ablesen darf gleichwohl nicht überhandnehmen.

Am überzeugendsten wirkt man, wenn man sich nicht verstellt und authentisch bleibt. Auf diese Weise hat man gute Chancen, die Aussagen des Fachinterviews insbesondere der gewünschten Zielgruppe klar und verständlich zu vermitteln.

Ein Beispiel für ein Fachinterview finden Sie auf dem Weblog der Muggergittermacher aus Ansbach. Dazu klicken Sie einfach auf diesen Link http://bit.ly/1UypCiG.


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