Webinar mit Herausforderung!

„Anders agieren als andere – Wie Sie mit klassischer Medienarbeit und Storytelling Ihr Unternehmen ins Gespräch bringen“: So lautete der Titel des Webinars, das ich am 10. September für Mitglieder des Bundes der Selbstständigen (BDS Bayern) auf Einladung der BDS-Unternehmerakademie hielt.

Webinar mit Herausforderung? Ja! Anspruchsvoll war die Herausforderung für mich gerade zu Beginn: In 50 Minuten das Wichtigste in einem Webinar zu erklären, ohne dass man seine Gäste sieht und hört – das war für mich als Referent eine neue Erfahrung.

Weil das Webinar aufgezeichnet werden sollte, zugleich aber die Erlaubnis für die Aufzeichnung nicht aller Gäste vorlag, waren die Köpfe der 15 Teilnehmer auf dem Bildschirm vor mir gar nicht zu sehen. Das Motto für mich lautete also: Langsam und klar sprechen, öfter mal eine Pause beim Reden machen und in Gedanken….21,22,23…. sagen, bevor man seinen Vortrag fortsetzt.

Doch spätestens dann, wenn man 10 Minuten spricht und keine Äußerung bzw. mündliche Fragen der Gäste wahrnimmt – anders als bei einem Präsenz-Seminar – wird es kompliziert! Man hofft, dass das Gesagte von den Gästen sowohl akustisch als auch sinngemäß verstanden wird. Es scheint so, als würde man mit dem Auto alleine in einem dunklen Tunnel fahren und nur das Licht der eigenen Scheinwerfer sehen – und sonst nicht viel mehr..

Nach dem Ende des Webinars gab es ein paar Feedbacks der Teilnehmer: Das Wichtigste für mich: Offenbar hatte man das Meiste gut verstanden – die Botschaft des Webinars kam bei meinen Gästen gut rüber!

Wenn man eine wichtige Neuigkeit mitteilen will, welche Redaktionen sollte man am besten ansprechen?

Mehrere Fragen wurden gestellt, zwei davon waren aus meiner Sicht besonders relevant hinsichtlich des Webinar-Inhaltes. Die eine Frage lautete: Wenn man an die Medien herantreten und eine wichtige Neuigkeit mitteilen will, welche Redaktionen sollte man am besten ansprechen?

Dazu gab ich folgende Empfehlung: Die Frage, welche Redaktionen man ansprechen sollte, ist zunächst davon abhängig, welche Zielgruppen er/sie mit seiner Neuigkeit erreichen will!

Ein Beispiel: Wenn Sie sich als Arbeitgeber ins Gespräch bringen wollen, dann ist es sinnvoll, die lokalen Medien im Umkreis von ca. 50 km um den Firmensitz anzusprechen! Dazu zählen freilich neben den Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Monatsmagazinen auch die Online-Medien. Mein Tipp: Jede Stadt / Gemeinde hat einen Presseverteiler. Fragen Sie nach in Ihrer Gemeinde, ob die Pressestelle bzw. das Vorzimmer des Bürgermeisters einen solchen Presseverteiler hat bzw. diesen ihn zusendet.

So wissen Sie, welche Redaktionen vorhanden sind und welche Sie grundsätzlich ansprechen können. Und wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das Medium für Ihre Ziele geeignet ist, dann rufen Sie bei den Redaktionen an und fragen Sie nach, welches Thema den Journalisten interessiert, wenn es um Ihre Firma geht! Im Idealfall schauen Sie in der Redaktion persönlich vorbei und stellen sich vor. Redakteurinnen und Redakteure wollen „Firmeninhaber zum Anfassen“

Wie kommt man an die passenden Ansprechpartner bei den Medien?

Wenn Sie eher Ihre Expertise bekannter machen wollen und keine neuen Mitarbeitende einstellen wollen, dann wenden Sie sich an die Fachmedien. Im Internet gibt es zahlreiche Hinweise auf Fachmedien, die in Ihrer Branche relevant sind.

Eine weitere Frage eines anderen Gastes lautete: Wie kommt man an die passenden Ansprechpartner bei den Medien? Meine Empfehlung lautete: Durch einen Telefonanruf im Verlag oder direkt in der Redaktion! Stellen Sie sich kurz beim Anruf vor und sagen Sie, warum Sie anrufen und um welches Thema es geht. Jeder Redakteur(in) hat sein / ihr Steckenpferd: Mode, Kindergarten, Auto, Sport, Kunst, Garten und anderes. Ein kurzes, erstes Telefongespräch und im Idealfall ein Gespräch vor Ort in der Redaktion kann Sie einen großen Schritt nach vorne bringen!

Fazit: Das Webinar machte mir Freude. Und ich habe festgestellt, dass auch unter schwierigen Bedingungen – keine direkte, mündliche Kommunikation mit den Gästen! – der Know-how-Transfer nicht zwangsläufig auf der Strecke bleibt!

Wer mehr zum Inhalt des Webinars erfahren möchte, kann sich gerne per Mail melden an post@pressebeck.de

Stefan Beck

Kitzingen, 29. September 2025

Bild oben: Catherine Avak